Das große Comeback der Hausbar

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Beim Gang zur Wohnzimmerbar wird die Krawatte gelockert. Dann greift Don Draper zur Orange, mixt zielstrebig Whisky, Angosturabitter und Zucker zu einem »Old Fashioned«.  Und der Feierabend in »Mad Men« rundet ab, was die Kult-Serie über die New Yorker Werber-Boheme der Sechzigerjahre als Retro-Lifestyle in unsere Köpfe zurückgebracht hat: Das Leben ist bunter, prickelnder, einfach angenehmer, solange eine Bar in der Nähe ist.

Die Hausbar ist zurück. Und angereichert mit dem Nostalgie-Chic à la »Mad Men« hält die Kultur aus Geselligkeit und gepflegten Drinks nunmehr auf vielfältige Weise Einzug in unsere Wohnungen. Das kann bei entsprechendem Platz immer noch der klassische Tresen mit Barhockern im aktuellen Design sein. Beliebter und auch individuell variabler sind jedoch Bar-Möbel und Accessoires, mit denen sich eine fließende Lounge-Atmosphäre herstellen lässt. Und das funktioniert als Stilmix wie eine exquisit komponierte »Pink Lady«: von elegant-zurückhaltenden Schränken, die beim Öffnen ihre hochprozentige Wirkung entfalten, über extrovertierte Cocktailsessel im Sixties-Style bis hin zum Servierwagen, der nicht mehr an den großväterlichen Kräuterschnaps erinnert, sondern ein Flair von Weltläufigkeit ins Private transportiert.  Alles ist erlaubt, idealerweise in Kombination mit einem individuellen Drink-Sortiment aus Klassikern und Eigenkreationen.

Die Hausbar hat für viele Menschen eine besondere Faszination. Sie wollen gerne Gastgeber sein und ähnlich wie beim Essen selbst experimentieren«.

Bar­keeper Matthias Knorr

»Die Hausbar hat für viele Menschen eine besondere Faszination. Sie wollen gerne Gastgeber sein und ähnlich wie beim Essen selbst experimentieren«, sagt Bar­keeper Matthias Knorr, der in den Seminaren seiner Münchner Barschule zunehmend auch Privatleute coacht.

In der Nachkriegszeit war die Hausbar vor allem Statussymbol: Man hatte es nach vielen schwarzen Jahren geschafft und wollte diesen Erfolg gemäß Wirtschaftswunder-Mentalität gerne herzeigen – mit Snacks, guten Tropfen und Feierlaune. Doch in den Achtzigern begannen viele Partykeller zu verstauben, und die heimische Bar galt plötzlich als spießig. Dem hedonistischen Zeitgeist folgend ging man lieber raus, entdeckte das Club-Leben und die internationaler werdende Gastro-Szene.

Heute holen wir uns die Welt gerne nach Hause. Und nach einem guten, gemeinsam zubereiteten Essen genießen wir die Drinks entspannt unter Freunden. Mit einem
Augenzwinkern auch gerne: unter Ladys und Gentleman.

Shaken & Stirred

Gewusst wie: Um ein Barflair zu erzeugen, bedarf es nicht nur der richtigen Weine und Spirits! Auch die Ausstattung muss alle Stücke spielen und das richtige Flair versprühen!

Goldstück

Oh la la! Die Außenseite des Cocktail-Bechers von Sieger by Fürstenberg ist matt satiniert und innen mit 24 Karat vergoldet.

 

Versatil

Dieser Barwagen ist eine Hommage an den amerikanischen Architekten Edward Durell Stone.

 

Gläserne Statuen

Die hochglanzpolierten Dekanter des »Trilogy« sind eine wahre Preziose in jeder Bar.

 

Glamour in Rosé

Diese Minibar ist mit allem ausgestattet, was das Bar-Herz begehrt – inklusive Kühlschrank!

 

Wahre Eleganz

Das »Dragonfly Bar Cabinet« ist mit samtenen Türen ausgestattet und aus stabilem Metall geformt.

 

Hitzefest

Mit diesem Eiskübel aus Roségold und Marmor verleiht man jeder Cocktailparty einen Hauch von Luxus.

 

Belle Epoque

Hinter den Türen dieses rollenden Koffers versteckt sich die »Polo Club Bar«. Sie bietet genug Platz für alle Utensilien, die man für den perfekten Cocktail braucht.

 

Bella Italia

Italienische Noblesse, handgearbeitet aus Messing und Eschenholz – ein optisches Entree für edle Gaumengenüsse: der Barschrank »Tama« von Designer Carlo Colombo für Gallotti&Radice.

 

Himmelsstürmer

Stählerner Luxus  – nicht nur für den Wodka Martini, den geschüttelten Drink von Agent und Bar-Souverän James Bond: das Cabinet »The Bomb« des englischen Luxusherstellers Plane Industries.

 

Understatement

Ein moderner Wandschrank aus Nussbaum, der sein hochprozentiges Innenleben nicht sofort offenbart: Modell »Portos« von Designer Andrea Lucatello für Cattelan Italia.

 

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ERSCHIENEN IN

LIVING Nr. 05/2019
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