Corona: Wien geht bei Lockerungen ab 1. Juli nicht voll mit

Beliebter Treffpunkt: Das Palmenhaus im Burggarten

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Beliebter Treffpunkt: Das Palmenhaus im Burggarten

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Nachdem am 17. Juni weitgehende Lockerungen der Corona-Vorschriften bekanntgegeben wurden, hat Wiens Bürgermeister Michael Ludwig kurz vor dem Inkrafttreten der neuen Verordnung die Öffentlichkeit darüber informiert, dass für Wien ein strengerer Weg eingeschlagen werde. Die Öffnungsschritte der Bundesregierung werden mit weiteren Maßnahmen begleitet, um eine Überlastung der Intensivbetten zu verhindern, heißt es in der Presseaussendung aus dem Rathaus. Vor allem die Ausbreitug der infektiöseren Delta-Variante mache den Experten Sorgen.

Die verschärften Maßnahmen in Wien ab 1. Juli

  • Als Zutrittstests gelten nur PCR-Tests (»Alles gurgelt!«) und überwachte Antigentests aus der Apotheke oder Teststraße
  • Pro Spitalspatient darf nur ein Besucher mit FFP2-Maske pro Tag empfangen werden;
  • Registrierungspflicht in der Gastronomie bleibt aufrecht
  • Kinder im Schulalter sowie verschiedene Berufsgruppen wie Pädagogen, Beschäftige in der Gastronomie oder bei körpernahen Dienstleistungen werden weiterhin regelmäßig getestet
  • Auch Kinder ab sechs Jahren brauchen für den Besuch von Veranstaltungen, Gastronomie oder das Freibad einen gültigen Corona-Test.

»Der beste Weg gegen das Virus ist die Vollimmunisierung der Bevölkerung. Deswegen einmal mehr: Bitte lassen Sie sich impfen!«
Michael Ludwig

Mit den strengeren Regeln für Wien solle ein »böses Erwachen« wie im Herbst 2020 verhindert werden. »Das Virus macht keine Ferien. Es ist besser, jetzt noch Maßnahmen beizubehalten, damit es im Herbst nicht wieder zu Lockdown-ähnlichen Situationen kommt«, warnte Ludwig im Rahmen einer Pressekoferenz. Im nächsten Schuljahr sollen zudem alle Wiener Schulen in das Programm »Alles gurgelt!« aufgenommen werden und die PCR-Tests die ungenaueren »Nasenbohrertest« ablösen.

»Absurdes« Vorgehen, das Verwirrung stiftet

Kritik am Wiener Weg kommt indes von Mario Pulker. Der Spartenobmann Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich sagte in der ZIB 2 vom 30. Juni: »Wien ist kein gallisches Dorf.« Insellösungen würden uns in der Sache nicht weiterbrigen, man solle stattdessen auf die Menschen schauen, an ihre Selbstkontrolle appellieren und auf die Wirte und Gastronomen vertrauen, so Pulker im Gespräch mit ORF-Anchor Armin Wolf.

Auch Tourismusministerin Elisabeth Köstinger äußert ihren Unmut über die Wiener Sonderlösung. In einer Aussendung bezeichnet sie das Vorgehen als »absurd« und »unprofessionell«. Vor allem die Kurzfristigkeit in der Kommunikation – die strengeren Maßnahmen für Wien wurden am Vorabend des 1. Juli bekanntgegeben – kritisiert Köstinger scharf und bezeichnet die Strategie der Stadt Wien als »Schlag ins Gesicht Tausender Unternehmer, die sich gewissenhaft vorbereitet haben«. Auch bei den Gästen würde das für unnötige Verwirrung sorgen, heißt es in der Presseaussendung. Die Ausweitung der 3-G-Regel auf Kinder ab sechs Jahren mache es zudem für Familien schwieriger, beispielsweise einen Restaurantbesuch zu planen.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat den Wiener Vorstoß dem ORF zufolge hingegen begrüßt: »Im urbanen Raum ist das Testangebot ein besonders gutes. Ich begrüße daher die Initiative.«

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