Corona-Hilfspaket: Das sagen die Spitzen-Gastronomen und Hoteliers

Gabriele und Robert Huth vor Ihrem jüngsten Lokal: Viva la Mamma

© Philipp Lipiarski

Gabriele und Robert Huth vor Ihrem jüngsten Lokal: Viva la Mamma

Gabriele und Robert Huth vor Ihrem jüngsten Lokal: Viva la Mamma

© Philipp Lipiarski

Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gastronomie und Hotellerie abzufedern, wurde von der Bundesregierung ein großes Hilfspaket geschnürt. Viele österreichischen Betriebe haben den Umsatzersatz (10 Fragen und Antworten zur Abwicklung) bereits beantragt – wir haben uns in der Branche umgehört und Meinungen eingeholt.

Robert Huth
»Nach den schwierigen Sommermonaten, die durch die befristete Umsatzsteuersenkung etwas erleichtert wurden, gilt es nun für die Betriebe, mit wenig bis keinem Umsatz über die nächsten Monate zu kommen. Der Umsatzersatz hilft uns und allen Gastronomen, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in den kommenden Monaten zu bezahlen und das Überleben des Betriebs zu sichern. Der Dank gilt dafür der Bundesregierung, allen voran BM Köstinger und BM Blümel.«

Johannes Lingenhel
»Mit der Auszahlung des Umsatzersatzes nimmt die Bundesregierung uns Gastronomen einen großen Teil unserer finanziellen Sorgen und gibt uns damit die Möglichkeit, unseren großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch Gästen eine Perspektive bieten zu können. Durch die unbürokratische und schnelle Hilfe haben wir nun die Chance, die Zeit zu nützen und zusammen als Team an der erfolgreichen Zukunft unserer Betriebe zu arbeiten.«

Toni Mörwald
»Der Umsatzersatz ist der richtige Ansatz zum richtigen Zeitpunkt. Auch psychologisch tut es den Gastronomen, vor allem aber auch den Beschäftigten gut, eine gewisse Sicherheit für die kommenden Wochen und für das Wieder-hochfahren Anfang Dezember zu spüren. Der Bundesregierung, allen voran BK Kurz sowie BM Köstinger bzw. BM Blümel, gebührt Dank für ihren großen Einsatz.«

Hubert Wallner
»Die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung sind streng, jedoch dringend notwendig und führen hoffentlich zu einer Entspannung der gesundheitlichen Situation. Der Umsatzersatz scheint dabei eine durchdachte, vor allem aber dringend benötigte Hilfsleistung der Bundesregierung, die wirtschaftlich angespannte Situation der heimischen Gastronomie zu lösen. Nur mit dieser staatlichen Unterstützung können wir weiterhin unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachkommen und diese auch in den kommenden Monaten beschäftigen.«

Richard Rauch
»Die Sommersaison konnte durch staatliche Hilfe, aber auch durch das Engagement aller Gastronomen und deren Mitarbeiter gerettet werden. Dabei hat sich gezeigt, dass der österreichische Gast durchaus bereit ist, jene Betriebe in schwierigen Zeiten zu unterstützen, die bereits im Vorhinein auf Qualität gesetzt haben. Um allen Betroffenen jedoch auch für die kommenden Monate die Sicherheit zu geben, wirtschaftlich überleben zu können, ist es höchste Eisenbahn, schnell und unbürokratische Hilfen zu erhalten. Der Umsatzersatz ist dabei ein Signal für Sicherheit in unserer Dienstleistungsbranche, insbesondere auch für Saisonbetriebe & -arbeitskräfte.«

Auch seitens der Hotellerie gibt es Rückmeldungen zum Corona-Hilfspaket:

Guesthouse Vienna – Manfred Stallmajer
»Wir haben den Umsatzersatz bereits beantragt, da es ohne eine solche Hilfe, bei ausbleibenden Umsatz, nicht möglich wäre, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unser wichtigstes Gut, in Beschäftigung zu halten. Besonders wichtig ist dabei die schnelle und unbürokratische Abwicklung über das Finanzamt.«

Stadthotel Brunner – Petra Brunner
»Der Umsatzersatz gibt uns die Möglichkeit, mit dem laufenden Betrieb weiterzumachen, außerdem an der Weiterentwicklung unserer Betriebe zu arbeiten. Obwohl diese Unterstützungsleistung keine langfristige Lösung darstellt, hilft sie uns doch, bis zu einer hoffentlich erfolgreichen Wintersaison, sowohl alle Angestellten als auch alle Lieferanten zu halten.«

Familux Resorts (Hotels in AT & DE) – Florian Mayer
»Nachdem die Branche in den vergangenen Monaten stark von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen war und auch in Zukunft kämpfen wird müssen, braucht es staatliche Hilfeleistungen, um etwas die Belegschaft weiterhin ganzjährig beschäftigen zu können. Der Umsatzersatz ist dabei, auch im Vergleich zu Deutschland, eine wichtige und unbürokratische Hilfestellung der österreichischen Bundesregierung, das dringend benötigt wird. Langfristig ist es jedoch, vor allem im Hinblick auf einen drohenden Ausfall der so wichtigen Wintersaison, eher ein Tropfen auf den heißen Stein.«

Adler Hotels Innsbruck und Harrys Home Hotels – Sonja Ultsch
»Im Gegensatz zu Deutschland oder der Schweiz hat es die österreichische Bundesregierung mit dem Umsatzersatz geschafft, zum richtigen Zeitpunkt wirtschaftsorientiert und unternehmerfreundlich zu handeln. Mit dem Umsatzersatz können wir das Radl im Betrieb am Laufen halten, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter beschäftigen und alles dafür tun, gestärkt aus dieser Ausnahmesituation hervorzugehen.«

Altstadt Vienna – Otto Ernst Wiesenthal
»Nach den schwierigen Sommermonaten profitiert vor allem die Stadthotellerie enorm von dem Umsatzersatz, gerade im Hinblick auf die anstehenden doppelten Gehälter zu Weihnachten. Die schnelle und unbürokratische Unterstützung der Bundesregierung ist eine sehr gute Hilfe, um mit Zuversicht in die kommenden schweren Monate zu gehen.«

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