Corona: Gastronomie und Hotellerie bis Ende Februar geschlossen

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Die Corona-Pandemie wird das Land noch zumindest bis zum 7. Februar 2021 lähmen. Die Austria Presse Agentur (APA) erfuhr am 16. Jänner aus Verhandlerkreisen der Regierung und den Landeshauptleuten, dass der Lockdown bis zum 7. Februar verlängert werden soll. Dies bestätigte Bundeskanzler Sebastian Kurz im Rahmen einer Pressekonferenz am Sonntag, 17. Jänner. Für Gastronomie und Hotellerie kommt es sogar noch dicker, sie bleiben gar bis Ende Februar geschlossen. Auch wenn diese Entscheidung Mitte Februar noch einmal evaluiert werden soll, die touristische Wintersaison ist damit wohl dahin.

Insbesondere das Auftreten der hoch-ansteckenden Virusmutationen aus Großbritannien bzw. Südafrika habe eine Verschärfung der Maßnahmen unumgänglich gemacht, so Kurz.

Die verschärften Maßnahmen im Überblick

  • Abstandsregel wird von einem auf zwei Meter Mindestabstand verschärft
  • Es gilt die Empfehlung, FFP2 Masken zu tragen.
  • Ab dem 25. Jänner wird das Tragen von FFP2 Masken beispielsweise im öffentlichen Verkehr sowie im Handel für Kunden verpflichtend sein
  • Betriebe sollen, wo immer es möglich ist, auf Home Office setzen
  • Der Lockdown wird inkl. Ausgangsbeschränkungen bis einschließlich 7. Februar verlängert
  • Ab 8. Februar gibt es erste Öffnungsschritte für Handel, körpernahe Dienstleister und Museen
  • Schulen bleiben bis zu den Semesterferien im Distance Learning, danach Schichtbetrieb
  • Tourismus und Gastronomie werden im Februar nicht geöffnet, Mitte Februar soll eine Entscheidung getroffen werden, wann eine Öffnung dieser Bereiche möglich sein soll und wie es in diesem Zusammenhang mit dem Freitesten bzw. Reintesten aussieht.

»Wir haben noch harte Monate vor uns.«
Bundeskanzler Sebastian Kurz

 

Ausfallsbonus als zusätzliche Unterstützung

»Der Totalausfall im Februar ist natürlich eine wirtschaftliche Katastrophe«, sprach Tourismusministerin Elisabeth Köstinger im Rahmen einer Pressekonferenz der Fachminister klare Worte. Aus diesem Grund wurden weitere Hilfsmaßnahmen für die von den Folgen der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen ausgearbeitet.

»Mit dem Umsatzersatz haben wir 2,4 Mrd. Euro an rund 129.000 Unternehmen ausgezahlt. In Summe sind mehr als 31 Milliarden Euro rechtsverbindlich zugesagt oder geflossen«, so Finanzminister Gernot Blümel, der nun nicht nur die Verlängerung des Härtefallfonds und weiterer Beihilfen bis Ende Juni zusagte, sondern auch den Ausfallsbonus als zusätzliches Instrument vorstellte.

»Mit dem Ausfallsbonus geben wir den Unternehmen finanzielle Planbarkeit bis zum Ende der Pandemie. Mit dieser zusätzlichen Hilfe können bis zu 30 Prozent des Umsatzes mit einem Deckel von 60.000 Euro pro Monat beantragt werden, je nach Betroffenheit des Unternehmens«, so Blümel weiter. Mit dem Ausfallsbonus wolle man »allen schwer getroffenen Unternehmen mehr Luft und Liquidität« geben.

Jedes Unternehmen, das mehr als 40 Prozent Umsatzausfall im Vergleich mit dem jeweiligen Monatsumsatz aus 2019 hat, kann mit wenigen Klicks über FinanzOnline eine Liquiditätshilfe beantragen. Die Ersatzrate beträgt 30 Prozent des Umsatzausfalls, besteht zur Hälfte aus dem Ausfallsbonus und zur Hälfte aus einem Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss. Die Antragstellung erfolgt jeweils ab dem 16. des kommenden Monats (z.B.: 16.2. für Jänner), erstmals beantragbar soll der Bonus mit 16. Februar 2021 sein.

»Wir wollen auch für ein bisschen Zuversicht für die Zeit danach sorgen.«
Werner Kogler, Vizekanzler

Anhebung der Beilhilfen Deckelung

Aufgrund der Dauer der Krise stoßen immer mehr Betriebe an den EU-Beihilfendeckel von 800.000 Euro. Daher hat sich Österreich wiederholt für eine Anhebung dieses Deckels eingesetzt. Nach intensiven Verhandlungen mit der Europäischen Kommission wurde eine Anhebung erreicht. Zudem gibt es Gespräche auf europäischer Ebene hier noch eine deutliche höhere Grenze für Beihilfen zu ermöglichen.

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