Clovis Taittinger im Falstaff-Interview

© Luc Valigny

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Das Champagner-Traditionshaus wird erstmals in seiner Firmengeschichte in England aktiv und pflanzt Rebstöcke in Kent (Falstaff berichtete). Wir haben nachgefragt und Clovis Taittinger zum Interview gebeten.

Falstaff: Ihr Unternehmen hat vor ein paar Tagen als erstes französisches Champagnerhaus in der Geschichte begonnen Rebstöcke in England zu pflanzen. Warum England?

Taittinger: Wir waren schon länger auf der Suche nach einem neuen Projekt außerhalb Frankreichs, neben unserer Domaine Carneros in den USA. Für England sprachen mehrere Gründe. Die Engländer besitzen eine lange Champagner-Tradition und sind wohl die wichtigste Champagner-Nation neben Frankreich. Und genau deshalb sind sie auch so wichtig für Taittinger. Dann ging es natürlich auch noch um praktisches, England ist nur wenige Stunden von uns entfernt. Und natürlich wollten wir auch die Ersten sein. Der Pionier. 

Was ist der Hauptunterschied bezüglich des Terroirs in der Champagne?

Es gibt sehr viele Unterschiede, aber auch entscheidende Gemeinsamkeiten wie die Kalkböden, die sehr ähnlich wie in der Champagne sind. Außerdem ist das Wetter ähnlich. All das scheint erfolgsversprechend, aber wir müssen uns noch gedulden und abwarten, wie die Reben sich entwickeln. Erst in acht Jahren werden wir die ersten Trauben ernten können.

Vor Jahren hieß es die Champagnerproduzenten schauen sich wegen des Klimawandels in England um. Hat der Klimawandel einen Einfluss auf die Champagnerproduktion?

Ja, ich denke schon. Die Klimaerwärmung hat einen Effekt. Positiv, weil die Ernten grundsätzlich sicherer geworden sind. Negativ, weil wir keine Kontrolle haben. Am einen Tag ist es 25 Grad hier in Zürich, am nächsten Tag schneit es. Das ist natürlich normal, aber als Bürger ist man natürlich besorgt. Man kann seinen SUV fahren oder sich eben verantwortlich verhalten. 

War der Klimawandel für Taittinger ein Grund nach England zu gehen?

Nein, wir wissen viel zu wenig über den Klimawandel und die langfristigen Mechanismen. England ist für uns kein Plan B. 

Hätten Sie einen Plan B?

Nein.


© Taittinger

Taittinger auf der Falstaff Champagnergala 2017

Überschäumender Genuss erwartet die Besucher bei der Falstaff Champagnergala, bei der sich die traditionsreichsten und bekanntesten Champagnerhäuser im exklusiven Rahmen des Wiener Palais Ferstel präsentieren und feine Kreszenzen zur Verkostung gereicht werden.Darunter auch Champagne Taittinger – das traditionsreiche Champagnerhaus wird duech den Österreich-Importeur WeinWolf vertreten. Neben den spannenden Tischpräsentationen erwartet die Gäste ein umfangreiches Programm – etwa eine interessante Masterclass zum Thema Rosé-Champagner mit Wein Chefredakteur Peter Moser.

INFO

Termin: Montag, 25. September 2017
Ort: Palais Ferstel, Strauchgasse 4, 1010 Wien
Vorverkauf: EUR 49,–
Gourmetclubmitglieder und Abonnenten: EUR 39,–
Abendkassa: EUR 60,–
Masterclass »La Vie en Rose«: EUR 40,–, für Gourmetclubmitglieder und Abonnenten EUR 30,–
Die Tickets zur Masterclass sind nur in Verbindung mit einem Ticket für die Champagnergala gültig. Masterclass-Tickets alleine berechtigen nicht zum Eintritt zur Champagnergala 2017.

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