Christian Bau ist »Ikarus«-Gastkoch des Monats November

Christian Bau

© Helge Kirchberger Photography / Red Bull Hangar-7

Christian Bau

© Helge Kirchberger Photography / Red Bull Hangar-7

Spannend, emotionsgeladen und am Ende doch voller Harmonie – das ist ein Abend bei Christian Bau in seinem Restaurant und das sind die Abende im November im »Ikarus« im Hangar-7 in Salzburg.

Perl-Nennig klingt so gar nicht nach Großstadt und tatsächlich sollte man auf dem Weg in die hinterste Ecke des Saarlands sein Navigationsgerät zumindest stets einsatzbereit halten. Eines ist Perl-Nennig aber seit 1998 ohne Frage: eine Metropole der Kulinarik. Denn im historischen Renaissance-Schmuckstück Schloss Berg, heute ein renommiertes 5-Sterne-Superior-Hotel der Unternehmensgruppe Victor’s Residenz-Hotels, befindet sich das Restaurant »Victor’s Fine Dining by Christian Bau«.

Der Zusatz »by Christian Bau« in der Betitelung des Restaurants mag etwas sperrig sein, aber der Name des Küchenchefs bürgt nun mal für Qualität. Höchste Qualität. Schon die Stationen seiner Ausbildung lesen sich wie das Who’s who der deutschen Hochküche: darunter das Hotel Sonne Eintracht in Achern, das Hotel Talmühle in Sasbachwalden und das »Le Canard« in Offenburg. Den letzten Schliff verpasste ihm dann Harald Wohlfahrt, in dessen »Schwarzwaldstube« er fünf Jahre lang als Souschef arbeitete. 1998 schließlich boten ihm die Victor’s Residenz-Hotels die Leitung des Restaurants im Schloss Berg an. Seither ist Christian Bau hier sein eigener Herr in der Küche und als solcher zieren seine Schürze die höchstmöglichen kulinarischen Orden. Seinen ersten Michelin-Stern erhielt er bereits im Jahr der Übernahme des Restaurants. Im Jahr 2005 wurde er nicht nur »Koch des Jahres«, sondern mit seinem dritten Michelin-Stern auch der jüngste deutsche Koch, dem diese Ehre zuteilwurde.

Neu erfunden

Im Jahr 2008 änderte er dann seinen kulinarischen Lebensweg. »Der dritte Stern war ein unglaublicher Erfolg«, erinnert sich Bau, »aber danach ist in mir auch eine Welt zusammengebrochen. Wir hatten bewiesen, was wir draufhaben, aber es hat mir keinen Spaß mehr gemacht.« Gesagt getan, Christian Bau folgte einfach seinem Herzen und verließ die traditionelle französische Haute Cuisine, um sich einer leichteren, zeitgemäßen und weltoffenen Küche zuzuwenden. Leichter, weil er von nun an bei der Zubereitung der Speisen beinahe gänzlich auf Sahne und Butter verzichtete. Zeitgemäß, weil er sich neuen Techniken öffnete und den Grundaufbau der Gerichte einer Modernisierung und Reduzierung auf die wesentlichen Elemente unterzog. Weltoffen, weil ihm eine Reise nach Japan neue kulinarische Horizonte eröffnete.

Kontrastreiche Küche

Seither lässt Christian Bau bei der Kreation seiner Gerichte, ausgehend von einer immer noch auf der klassischen Küche basierenden Linie, verstärkt japanische Produkte und Aromen einfließen und schlägt damit eine schöne Brücke zwischen europäischer und asiatischer Küchenkultur – unterstützt durch das Spiel mit Kontrasten wie süß – sauer – salzig, kross – weich oder heiß – kalt.

»Ich möchte ein Genusserlebnis bieten, um geschmackliche Sensibilisierung zu ermöglichen. Unsere Gerichte dürfen gerne polarisieren, sind aber für jeden zugänglich, ohne zu überfordern.«
Christian Bau

Gastspiel

Trotz aller radikalen Veränderungen verteidigt er seine drei Michelin-Sterne und beweist es täglich mit seinen spannenden Gerichten. Das tut er auch mit dem atemberaubenden Menü im Hangar-7 während des Monats November. Alle, die sich den Weg in das Saarland und die Wartezeit auf einen Tisch sparen wollen, sind eingeladen, die großartige Küche von Christian Bau im »Ikarus« zu probieren.

Zum Einstimmen finden Sie hier das Menü von Christian Bau zum DOWNLOAD.

Ausblick

Freuen Sie sich mit Falstaff auch auf den »Abschluss-Koch« des einzigartigen Genuss-Jahres 2016 im »Ikarus« mit seinen vielen Highlights: Soren Selin vom Restaurant AOC in Kopenhagen, der Ihnen zum Jahresausklang das Beste der nordischen Küche serviert. Unbedingt vormerken, bitte.