Château Palmer in Margaux / Foto beigestellt
Château Palmer in Margaux / Foto beigestellt

Bis zum Jahr 2017 will das renommierte bordelaiser Château Palmer eine durchgehende biodynamische Zertifizierung nach den internationalen Demeter-Richtlinien erlangen, dies bestätigte CEO Thomas Duroux. Zudem wird das Château im selben Jahr in Kooperation mit Ecocert als voll organischer Betrieb zertifiziert – aktuell werden 20 Prozent der Weingartenfläche organisch bewirtschaftet. »Ich bin überzeugt davon, dass organischer Landbau in Bordeaux in den kommenden Jahren immer verbreiteter wird«, so Duroux gegenüber Decanter.com.  

Auf die Frage, ob denn das schlechte Wetter in Bordeaux Grund für den geringen Anteil an biodynamisch bewirtschafteter Fläche sei, meinte Duroux: »In der Champagne ist das Klima noch schlechter. Entweder man will es oder man will es nicht.« Noch sei es allerdings zu früh um Prognosen dafür zu treffen, wie sich die veränderte Bewirtschaftungsweise auf die Weine auswirkt. Generell habe Duroux das Gefühl, dass die Weine präziser und wieder näher an ihrem Ursprung seien. »Wir haben den Eindruck, dass die sehr jungen Weine weniger herb sind und mehr Ausdruck besitzen«, schildert Berenice Lurton von Château Climens gegenüber Decanter.com. »Bevor wir auf biodynamisch umgestellt haben, war es immer schwieriger geworden, den Kern des Weins zu schmecken, da mussten wir etwas tun«, schildert Lurton die Beweggründe für die Umstellung.

Biodynamischer Weinbau geht auf die Philosophie des Anthroposophen Rudolf Steiner zurück, der einen ganzheitlichen Anzatz für die Landwirtschaft verfolgte. Neben dem Château Palmer stellen auch das Château Pontet Canet und das bereits erwähnte Château Climens ihre Bewirtschaftungsweise um. In ganz Frankreich werden lediglich zwei Prozent der Weingärten biodynamisch bewirtschaftet. Eine Zahl, die laut Duroux in den kommenden Jahren wachsen wird.

(Redaktion)

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