Champagne Lanson lanciert einen »Clos«-Champagner

Marian Geoffroy (Champagne Lanson) und Dr. Tina Ingwersen-Matthiesen (Borco-Marken-Import) bei der Präsentation des limitierten Jahrgangschampagners Clos Lanson 2006.

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Marian Geoffroy (Champagne Lanson) und Dr. Tina Ingwersen-Matthiesen (Borco-Marken-Import) bei der Präsentation des limitierten Jahrgangschampagners Clos Lanson 2006.

Marian Geoffroy (Champagne Lanson) und Dr. Tina Ingwersen-Matthiesen (Borco-Marken-Import) bei der Präsentation des limitierten Jahrgangschampagners Clos Lanson 2006.

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Wie in Burgund, so sind auch in der Champagne einige der wertvollsten Weinberge von Mauern umgeben. Solch einen »Clos« besitzt auch das Champagnerhaus Lanson, und zwar in Sichtweite der berühmten Kathedrale mitten in der Stadt Reims. Nun wurde der erste Jahrgang des »Clos Lanson« der Öffentlichkeit vorgestellt: ein 2006er.

Bis zum Jahrgang 2005 wurden die Chardonnay-Trauben des Clos Lanson stets für andere Cuvées verwendet, doch im Jahr 2006 entschloss sich der damalige Lanson-Kellermeister Jean-Paul Gandon, den Ertrag der nur etwa einen Hektar großen Parzelle seperat zu keltern und zu Champagner zu machen. Gerade einmal 7800 Flaschen wurden nun, zehn Jahre später, für den Verkauf freigegeben, versehen mit einer sehr behutsam gewählten Versanddosage von drei Gramm pro Liter.

Während einer Präsentation in Hamburgs »Wein-Bank« berichtete Lanson-Verkaufsleiter Marian Geoffroy, dass der Clos Lanson im Ensemble der Rebflächen des Hauses immer der erste Weinberg sei, der gelesen werde. Durch die geschützte Lage mitten in der Stadt erreichen die Trauben ihre Reife früher und konstanter als draußen vor den Toren der Stadt. Bereits seit langem, so Geoffroy weiter, sei es ein Brauch, dass die Lese des Clos Lanson von den Mitarbeitern der Kellerei stets an einem Samstagvormittag durchgeführt werde, gefolgt von einem Mittagessen mit den Eigentümern und dem Management des Unternehmens.

Der 2006 Clos Lanson wurde erstmals in Hamburg vorgestellt.
Der 2006 Clos Lanson wurde erstmals in Hamburg vorgestellt.

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Bei der Hamburger Probe wurden auch Muster der Weine von 2014, 2012, 2010 und 2008 vorgestellt, undosierte Roh-Champagner, die aber den roten Faden der Lage erkennen ließen: Der Clos Lanson liefert einen Kontrapunkt zur straffen, pikanten Mineralität eines blanc de blancs von der Côte des Blancs: Die Mineralität tritt einem hier in einem deutlich körperreicheren Gewand als an anderen von Kreide geprägten Orten entgegen – mit einem Anflug von Cremigkeit, die sich beispielsweise beim stärker holzbetonten 2010er Wein nachgerade zu einer burgunderhaften Statur steigert.

Seit 2006 wurde jeder Jahrgang produziert, diese Jahrgänge werden in den nächsten Jahren sukzessive in den Verkauf kommen, wobei der Champagner aus dem warmen 2009er Jahrgang wahrscheinlich noch vor dem kernigen 2008er in den Handel gelangen wird. Beim jetzt präsentierten 2006er handelt es sich um einen bukettreichen, eine feine Spur Oxidation in seine reiffruchtige Art mischenden Champagner. Ende 2014 degorgiert, ist dieser Champagner bereits jetzt gut zu trinken, dürfte aber weitere Lagerung mit einer zusätzlichen Entfaltung von Komplexität belohnen.

93 Punkte
2006 Clos Lanson

Hellgolden. Kräftiges Bukett. Hefe, Haselnuss, Heu, Lakritze, in Spuren Apfel und Manzanilla Sherry. Weicher Fond, betont cremige und sogar leicht buttrig wirkende Gaumenmitte, verbindet Körperreichtum mit einer Schicht Stoffigkeit und guter Frische, wirkt recht komplett bei eher milder Säure und druckvollem Abgang.

Bezugsquellen nennt: Borco Markenimport, lanson@borco.com, Preis: ca. 250,- €

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