Bussi, Baba & Prost: Hanna Glatzers Wein grüßt von Postkarten

Glatzers »Bunte Weine« stechen ins Auge – das kürzlich auch in das einer Jury.

© HFA Studio

Glatzers »Bunte Weine« stechen ins Auge – das kürzlich auch in das einer Jury.

Glatzers »Bunte Weine« stechen ins Auge – das kürzlich auch in das einer Jury.

© HFA Studio

http://www.falstaff.at/nd/bussi-baba-prost-hanna-glatzers-wein-gruesst-von-postkarten/ Bussi, Baba & Prost: Hanna Glatzers Wein grüßt von Postkarten Die Welt der Nachwuchs-Winzerin aus Göttlesbrunn ist bunt. Das beweist einmal mehr ihre Weinlinie, die nun bei der CCA-Gala im Verpackungsdesign und in der Illustration ausgezeichnet wurde. http://www.falstaff.at/fileadmin/_processed_/f/7/csm_Hanna-Glatzer-Bunte-Weine-c-Max-Manavi-Huber-2640_2db956e092.jpg

Bunt sollte es werden, so wie Hanna Glatzers Welt und ihre Weine. Mit diesem Auftrag war das junge Wiener Design Studio HFA konfrontiert und setzte ihn mit Bravour um, wie die zweifache Auszeichnung bei einem der wichtigsten Kreativpreise Österreichs, dem »Venus Award« des Creativ Club Austrias (CCA), beweist. »Die Aufgabe war es, ein mutiges eigenständiges Konzept für Hanna Glatzers eigene (Natur-)Weinlinie zu gestalten«, beschreibt Leo-Constantin Scheichenost aus dem HFA Studio. Die Idee: Das Team gestaltete die Etiketten wie eine Briefmarke mit der dazugehörigen Postkarte – geschrieben aber aus der Sicht der Trauben. »Denn Hanna Glatzers Weine sollen um die ganze Welt gehen. Und dennoch nie den Bezug zur Heimat (und der Natur) verlieren.« Der Wein soll als der persönliche Gruß von Glatzers Trauben an alle Weinliebhaber und Genießer verstanden werden.

Persönlichkeit mal zwei

»Rosa Backerl, kugelrund. Gute Laune, pumperlgsund.« Mit diesem Text beginnt eine der Rückenetiketten in Postkartenform. In erster Linie fokussierte das Studio in seinem Konzept die Charakteristik des Weines, doch auch die Persönlichkeit der Winzerin selbst sollte sich darin widerspiegeln. Vom Design über Text bis zur Papierauswahl und den Druckveredelungen – alles musste ineinander greifen und stimmig sein. »Wie auch beim Wein selbst, ist es die Liebe zum Detail, die nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar werden soll«, begründet Scheichenost. »Es gibt wenige Produkte, die auf so vielen Sinnesebenen erlebbar gemacht werden müssen.« Besonders stolz sei man hier auf die Integration der Angaben in das Design. Viel Platz war auf der Briefmarke nämlich nicht.

Wie man zum Etikett kommt, das wirkt

Ausgefallen und eigenständig, so sollte das Etikett der Glatzer-Weine werden. Natürlich brauchte es Mut, auf die klassische Etiketten-Größe zu verzichten und auf die Eigenständigkeit eines so reduzierten – und kleinen – Etikettes zu setzen. »Wie wir jetzt sehen, es zahlt sich aus: es wirkt und fällt auf«, resultiert er. Unbestritten ist, dass zu einem gelungenen Weinmarketing sicherlich auch Etiketten, die hervorstechen und nicht in der Masse der Flaschen in den Regalen untergehen, gehören. Aber vorweg: Weinetiketten sind schwierig zu gestalten; nicht umsonst hat das Weingut Glatzer das HFA-Studio mit Max Manavi Huber (Foto), Studio Werger (Styling Set) und Felix Malmborg (Illustration) herangezogen. Doch ein paar Richtlinien gibt es, an die man sich jedenfalls halten sollte:

  • Angaben, die jeder macht
    Herkunft, Sorte, Jahrgang, Qualitätsstufe, Alkoholgehalt, Hinweis auf Zuckergehalt, staatliche Prüfnummer und der Produzent oder Abfüller sollten unbedingt auf Vorder- oder Rückseite des Weins. Alleine schon aus Fairness den Konsumenten gegenüber.
     
  • Design, Design, Design
    Was gefällt, ist erlaubt: Zentral ist das Design, das nicht nur zum Wein selbst sondern auch zu Winzer und Weingut passen sollte. Außergewöhnliche Ideen und Kreativität werden dabei oft belohnt – jedoch sollte der Konsument die transportierte Nachricht verstehen. Ferner spielt die Druckqualität eine maßgebliche Rolle.
     
  • Zum Angreifen schön
    Neben des Designs fürs Auge wollen auch die Hände nicht vergessen werden. Denn ebenso die reine Materialqualität der Etiketten macht Qualität. Auch die lange Haltbarkeit – etwa, wenn eine Flasche im Weinkühler für längere Zeit bleibt – ist von entscheidender Bedeutung.
     
  • Digitalisierung trifft Wein
    Der Branchenverband Deutschschweizer Wein macht es vor: Mittels QR-Code auf dem Etikett sollen Kunden mehr Informationen zum alkoholischen Getränk, Weingut und Winzer erhalten. So kommen individuelle Informationen unter anderem per Video an den Mann oder die Frau.

Türöffner für noch mehr Gestaltung

Die Jury hat ihre Anerkennung für das mutige Design bereits gezeigt; eine Bestätigung für Auftraggeberin als auch Gestalter. Für das HFA Studio war es das erste Weinprojekt, bei dem man die komplette Etikettengestaltung übernehmen durfte – von Konzept, Design über Illustrationen, Text und Druckvorstufen plus Verpackung. »Da wir selbst Genussmenschen sind und die Zusammenarbeit mit anderen (Genuss-)Menschen schätzen, hoffen wir, dass diese Auszeichnungen ein Türöffner für noch mehr Etikettengestaltungen sind«, ist man im Studio bereit für neue Aufträge, auch aus der Gastronomie. Dabei gilt: Je mutiger und ausgefallener, desto besser. »Denn jeder mit Liebe gemachter Wein hat ein mit Liebe gemachtes Etikett verdient«, schließt Scheichenost.

hfa-studio.com
weingutglatzer.at

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