http://www.falstaff.at/nd/bordeaux-arrivage-rechtes-ufer-revision-2010/Bordeaux Arrivage: Rechtes Ufer – Revision 2010Falstaff-Chefredakteur Peter Moser hat die Weine aller wichtigen Châteaux zweimal in gefülltem Zustand nachverkostet und zwar vor Ort in Bordeaux.
Bordeaux Arrivage: Rechtes Ufer – Revision 2010
Falstaff-Chefredakteur Peter Moser hat die Weine aller wichtigen Châteaux zweimal in gefülltem Zustand nachverkostet und zwar vor Ort in Bordeaux.
Im Frühjahr jedes Jahres strömen tausende Händler und hunderte Journalisten nach Bordeaux um die jüngsten Weine En Primeur »vom Fass« zu verkosten und zu bewerten.
»Vom Fass«? Ganze sechs Monate nach der Ernte will man die Qualität großer Rotweine punktgenau erkennen? Die Châteaux sind auf den Jungweinansturm gerüstet, bis zu sechshundert Musterflaschen werden für diese eine Woche zusammengestellt. Was werden die klugen Winzer da wohl einfüllen? Sicher nicht ihre schlechtesten Fässer. Und wer denkt, alle Verkoster bekämen das selbst vorgesetzt, der irrt. Auf nicht wenigen Weingüter werde sehr wohl auf die Herkunft der Degustatoren abgestellt. »Einem Amerikaner gibt man die volle Dosis neues Holz, die stehen auf Mokka im Wein, einem Briten eher weniger Holzanklang, den die mögen mehr Eleganz, Säure und Frucht.« Da kann man schon ein bisschen steuern, so erzählt man sich schmunzelnd.
Zweimal nachverkostet Die ganze Wahrheit erschließt sich erst, wenn die endgültige Assemblage auf die Flaschen gefüllt ist, und wie heißt es so schön: »Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.« Darum werden von Falstaff-Chefredakteur Peter Moser alle wichtigen Bordeaux zweimal in gefülltem Zustand nachverkostet und zwar vor Ort in Bordeaux und zum größten Teil in wohlorganisierten Blindproben.
So waren die Weine des Linken Ufers aus 2010 und 2011 samt Zweitweinen bereits im Jänner dieses Jahres dran, jetzt im Sommer folgten jene des Rechten Ufers, also die Rotweine von Pomerol und die klassifizierten St.-Emilions.
Eine gute Woche lang war das »Dream Team«, angeführt vom bekannten französischen Weinkritiker Bernard Burtschy, in der Region zu Gast, um den besten Weinen sensorisch auf den Zahn zu fühlen. Die Kerngruppe besteht aus Damen und Herren, die aus China, Japan, USA, Frankreich, Holland, Italien, Luxemburg, Litauen und auch Österreich kommen und diese Revisionverkostungen nun bereits im dritten Jahr gemeinsam durchführen. Während der Verkostungstage wurde eifrig auf der Falstaff-Facebookseite gepostet und die Aktivitäten von tausenden Freunden mitverfolgt.
2011 Château Canon Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarter Wasserrand. Attraktives Bukett nach Weichseln und Brombeeren, feiner Schokotouch, reife Herzkirschen unterlegt, Nuancen von Edelholz. Saftig, elegant und frisch strukturiert, seidige Tannine, gute Länge und Harmonie, sehr präzise, rotbeerige Nuancen, gutes Reifepotenzial.
2011 Château Figeac Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarter Wasserrand. Feine Röstaromen, ein Hauch von Karamell, dunkles Waldbeerkonfit, zart nach Cassis und Lakritze, ein Hauch von Minze. Sehr saftig, reife Kirschenfrucht, feine Tannine, frisch strukturiert, sehr elegant, angenehme Extrakzsüße, bleibt gut haften, ausgezeichnetes Zukunftspotenzial.
2011 Château Fleur Cardinale Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, dezente Randaufhellung, stoffige dunkle Beerenfrucht, ein Hauch von reifen Zwetschken, ein Hauch von Kräutern, feine Edelholzwürze im Hintergrund. Kräftig, stoffig, dunkler Nougat, präsente, noch fordernde Tannine, ein richtiges Muskelpaket, wirkt vielleicht eine Spur zu konzentriert, um als elegant bezeichnet werden zu können, gute Länge, hier ist Geduld gefragt. Moderner Stil.
2011 Château La Fleur Pétrus Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe, dezente Randaufhellung. Feines dunkles Waldbeerkonfit, reife Pflaumen unterlegt, zart nach kandierten Orangenzesten, Nuancen von Kräutern. Saftig, reife Kirschen, feine Tannine, angenehme Süße, seidig und elegant, ein finessenreicher Wein mit sehr guter Länge, vielleicht bereits früher zugänglich, Trinkvergnügen auf höchstem Niveau.
2010 Château Fonplégade Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, dezente Randaufhellung, feine Edelholzwürze, schwarzes Waldbeerkonfit, mineralischer Touch, zarte Kräuterwürze unterlegt. Saftig, reife Kirschen, sehr rassige Struktur, präsente, gut eingebundene Tannine, schokoladiger Nachhall, besitzt sehr gute Länge, bereits durchaus harmonisch, zart nach Orangen im Finale, extraktsüß und sehr lange, ein großes Zukunftsversprechen.
2010 Clos Saint Martin Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, dezente Randaufhellung, sehr attraktives Bukett, floral unterlegte dunkle Beerenfrucht, ein Hauch von Herzkirschen, zart nach kandierten Orangenzesten, feiner Nougat. Saftig, elegant, tolle Extraktsüße, fein eingebundene Tannine, frischer Säurebogen, sehr harmonisch und trinkanimierend, bleibt haften, mineralisch im Abgang, Kirschen auch im Rückgeschmack, sicheres Reifepotenzial.
2010 Château Trotanoy Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarter Wasserrand. Zart balsamisch, mit einem Hauch von Trüffeln unterlegte dunkle Beerenfrucht, ein Hauch von Edelholz, hoch attraktive Nase. Saftige rotbeerige Nuancen, extraktsüß, seidige Tannine, finessenreiche Struktur, dann wird der Turbo zugeschalten, bleibt sehr lange haften, vielschichtig und mineralisch, wirkt in keiner Phase zu massiv, wunderbar balanciert, ein großer Wein für viele Jahre Trinkfreude.
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