Bad Gastein bekommt ein »Juwel«

Provokante Inszenierung im »Alten Badeschloß«.

© Kleines Foto

Provokante Inszenierung im »Alten Badeschloß«.

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Traurig und verlassen war der Straubingerplatz im Herzen von Bad Gastein über viele Jahre lang dem Verfall preisgegeben. Investoren hatten die Hand auf die historischen Gebäude des »Hotel Straubinger« (wo Eckart Witzigmann einst gelernt hat), des Badeschlosses und des Postgebäudes und spekulierten wohl mit Wertsteigerungen. Da notwendige Instandhaltungsarbeiten nicht durchgeführt wurden, wurde das Land Salzburg aktiv und kaufte vor zwei Jahren die Immobilien. Im Vorjahr wurden die Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum pittoresken Wasserfall an die Münchner Investorengruppe Hirmer – die auch die Travel Charme Hotels betreibt – verkauft. Allerdings mit der Auflage, zumindest ein Hotel auf hohem Niveau zu errichten. 

Die erste gute Nachricht ist nun, dass die Bayern schon aktiv wurden und eine Ausschreibung für ein Pop-Up-Projekt im ehemaligen Nobeljuwelier Hügler im »Alten Badeschloß« gestartet haben. Die zweite gute Nachricht ist, dass die beiden Berliner Tourismus- und Gastro-Experten Eva-Miriam Gerstner und Manu Rosier den Zuschlag für ein Pop-Up mit Tagesbar und Weinshop bekommen haben. »Das Juwel im Badeschloß« hat seit 17. Juli geöffnet und bietet seinen Gästen kleine Gerichte, Tee, Kaffee und natürlich eine Vielzahl an spannenden Weinen. 

»Wir freuen uns sehr über die gewonnene Ausschreibung, und sind uns der bedeutenden Historie dieser Gebäude für die Region absolut bewusst. Es ist uns eine Ehre, als quasi ›Neu-Gasteiner‹ dieses Projekt mit unserem Konzept bespielen zu dürfen«, so Emmanuel Rosier, der Geschäftsführer der Betreiber-GmbH, die auch seit Ende letzten Jahres die legendäre »Windischgrätzhöhe« in Bad Gastein betreibt. Und Eva-Miriam Gerstner ergänzt: »Es wird hier viel passieren in den nächsten Jahren und ich bin sehr glücklich, unseren Spirit hier einbringen zu können«.

Schon bei der Einrichtung des Food-Concept-Stores kann man die Wertschätzung für das Belle Epoque-Ambiente erahnen: die gesamte Inneneinrichtung stammt aus dem ehemaligen 5-Sterne-Hotel »Straubinger« vis à vis. Die alte Rezeption wurde zum Verkaufstresen – und in der Kaffeehaus-Lounge laden Bücher und Magazine zum gemütlichen Verweilen auf den alten Stühlen und Couches ein.

»Das Juwel im Badeschloß« ist von Mittwoch bis Samstag, jeweilsvon 10 bis 18 Uhr geöffnet, zusätzlich soll es den Sommer über viele verschiedene Veranstaltungen geben.

Weitere Infos auf facebook.com

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