Bachls Restaurant der Woche: Mangia e Ridi

Das »Mangia e Ridi« hat eine neue altbekannte Adresse.

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Das »Mangia e Ridi« hat eine neue altbekannte Adresse.

Das »Mangia e Ridi« hat eine neue altbekannte Adresse.

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http://www.falstaff.at/nd/bachls-restaurant-der-woche-mangia-e-ridi/ Bachls Restaurant der Woche: Mangia e Ridi Im »Mangia e Ridi« in der Wiener Innenstadt erwartet die Gäste eine herzliche Atmosphäre, gute Stimmung und italienischer Kulinarik-Hochgenuss. http://www.falstaff.at/fileadmin/_processed_/3/4/csm_mangiaeridi-c-beigestellt-2640_7b943c9974.jpg

Die gar nicht selten auftretende Frage ist eine, die schwer zu beantworten fällt: »Bei welchen Italienern ist das Essen wirklich gut?« Sehr viele Adressen fallen da niemandem ein. Diese neue kann man in die Liste aufnehmen. Wiener-Gastronomie-Historien-Kundige werden sich noch an Celestino Conte erinnern, der hier im vorigen Jahrhundert ein – für freihändige Preisgestaltung berüchtigtes – Restaurant betrieb, damals einer der ersten sogenannten »Nobelitaliener«. Seit Kurzem heißt das Lokal »Mangia e Ridi« (Essen und Lachen), den Namen kennt man schon aus der Sonnenfelsgasse, wo die beiden Kalabrier Piero Corapi und Rosita Barbieri eine winzige Osteria betrieben. Wer hier eintritt, fühlt sich beinahe wie ein Eindringling bei einer privaten Party. Kaum ein Gast, den der Padrone nicht mit Umarmung, Bussi-Bussi und »Du« begrüßt.

Die kleine Karte listet Standards, einiges wird mündlich empfohlen. Ein gemischter Teller mit Meeresgetier, vor­wiegend »crudo«, erfreut mit bemerkenswerter Frische. Da finden sich ein zart abgeschmecktes Thunfisch-Tatar, Schwertfisch, Oktopussalat und Lachs. Das Vitello tonnato wird – nicht nur optisch zuträglich – mit sehr feiner Sauce unten und besonders fein gehobeltem Fleisch oben serviert. Detto sehr gelungen: Orecchiette mit Salsiccia und Tomate oder ein wirklich auf den Punkt gegarter Branzino mit belanglosem Alibi-Gemüse. Beim Dessert scheint dagegen der Elan erloschen zu sein, die Profiteroles ­munden samt Schokosauce wie aus der Packung – oder sind es gar. Die Weinkarte listet anständige Mittelklasse-Bouteillen und ein paar rote Prestigelabels wie Tignanello und Guado al Tasso. Auf Jahrgangsangaben muss man hier aber leider verzichten.

Bewertung Alexander Bachl

Essen 44 von 50
Service 17 von 20
Weinkarte 16 von 20
Ambiente 9 von 10
GESAMT 86 von 100

Falstaff Restaurantguide 2020

Essen 44 von 50
Service 17 von 20
Weinkarte 16 von 20
Ambiente 9 von 10
GESAMT 86 von 100

Mangia e Ridi
Kurrentgasse 12
1010 Wien
T: +43 1 5122703
osteria-mangiaeridi.at

ERSCHIENEN IN

Falstaff Nr. 03/2020
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