Im Bild v.l.n.r. Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing, Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich und Martin Greßl, Leiter des AMA-Qualitätsmanagements 


Im Bild v.l.n.r. Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing, Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich und Martin Greßl, Leiter des AMA-Qualitätsmanagements 



Immer mehr Konsumenten entdecken Fisch als wertvolles Lebensmittel, die Selbstversorgung Österreichs mit Süßwasserfischen beträgt derzeit rund 35 Prozent. Mit einem eigenen Gütesiegel-Programm für Fische nimmt die AMA nun ein weiteres wichtiges Lebensmittel in das Portfolio der Qualitäts- und Herkunftssicherung auf. »Unser Ziel lautet: mehr Fische im Wasser, Nachhaltigkeit im Blick und Qualität auf dem Teller. Dadurch soll eine neue Dynamik in den Sektor gebracht und die Selbstversorgung mit Fisch langfristig gesteigert werden«, erklärte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich anlässlich der Pressekonferenz zum Start des AMA-Gütesiegels für Fisch.

Gütesiegel-Familie komplett
Für die Zertifizierung von Fischen aus nachhaltiger Fischerei gibt es bereits verschiedene Systeme wie GLOBAL GAP oder ASC. Diese erstrecken sich hauptsächlich auf Aspekte in der Haltung. »Mit dem AMA-Gütesiegel gibt es erstmals ein schlüssiges Konzept, das sowohl die Vorgaben in der Produktion als auch die Herkunft transparent abbildet«, erklärt Michael Blass, Geschäftsführer der AMA Marketing. »Das Lebensmittel Fisch passt perfekt in unsere Gütezeichen-Familie, denn es steht für Frische, Natürlichkeit und die authentische Kulinarik unserer Küche. Mit dem AMA-Gütesiegel können sich die Konsumenten nun auch beim Fischeinkauf darauf verlassen, dass eine streng kontrollierte, qualitätsorientierte Produktion dahintersteckt, deren Herkunft nachvollziehbar ist. Wir wollen damit einen weiteren Schritt für das Vertrauen der Konsumenten in das AMA-Gütesiegel setzen«, so Blass.

Ziel der neuen Richtlinie ist eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität von AMA-Gütesiegel-Fischen sowie die Erhaltung eines guten ökologischen Zustandes der Gewässer. Nicht zuletzt soll das rot-weiß-rote Zeichen die nachvollziehbare Herkunft vom Ei bis zum ausgewachsenen Fisch in Österreich transparent machen.

Mehrstufige Qualitätssicherung
Wie bei allen anderen AMA-Gütesiegel-Programmen reicht auch das Qualitätssicherungssystem für Fisch über alle Stufen der Produktion. Die erste Stufe der Fischproduktion, die Brutanlage sowie die daran anschließende Stufe der Aufzucht in einer Aquakultur sind in der Richtlinie »Fischaufzucht« geregelt. Die Vorgaben zu Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung werden in der darauf aufbauenden Richtlinie »Fisch und Fischprodukte« festgelegt. Sämtliche Standards rund um die Fütterung sind in einer separaten Richtlinie für Futtermittel »pastus+« enthalten. Diese ineinandergreifenden Stufen gewährleisten eine durchgehende Qualitätssicherung und -kontrolle in jeder Phase der Produktionskette.

Produktion und Fischkonsum – Zahlen und Fakten
2011 wurden in Österreich 2909 Tonnen an Speisefischen erzeugt. Damit können die heimischen Produzenten 35 Prozent der Nachfrage an Süßwasserfisch abdecken. Hochgerechnet auf den Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten insgesamt liegt Österreichs Selbstversorgung naturgemäß noch viel niedriger, nämlich bei nur fünf Prozent. Regenbogen- und Lachsforellen belegen Platz eins in der heimischen Fischproduktion, danach folgen Karpfen und Bachsaiblinge. 490 Unternehmen haben 2011 laut Statistik Austria Speisefische hergestellt.

7,6 Kilogramm Fisch werden durchschnittlich pro Kopf und Jahr in Österreich gegessen, Tendenz steigend. Laut RollAMA Motivanalyse aus dem Jahr 2012 kauft fast die Hälfte der Befragten heute mehr Fisch als vor zehn Jahren. 53 Prozent sind überzeugt, dass Fisch künftig noch weiter an Bedeutung gewinnen wird; in zwei Dritteln aller Haushalte kommt er einmal pro Woche auf den Tisch, bei weiteren 30 Prozent mehrmals pro Monat. Sieben Prozent essen mehrere Fischmahlzeiten in der Woche, vier Prozent verzichten völlig darauf.

www.ama.at


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