Alte Rasse »Wiener Kuh« wird wieder gezüchtet

Dagmar Schratter und Franz Radatz im Tiergarten Schönbrunn.

© Lalo Jodlbauer

Dagmar Schratter und Franz Radatz im Tiergarten Schönbrunn.

© Lalo Jodlbauer

Die vom Aussterben bedrohte Nutztierrasse »Wiener Kuh« bekommt einen neuen Paten: Franz Radatz übernimmt im Tirolerhof des Tierpark Schloss Schönbrunn die Patenschaft der Lieblingskuh von Kaiserin Elisabeth. Dies wurde beim großen Radatz Sommerfest bekannt gegeben. Die »Wiener Kuh« gilt als eine der besten Rinderrassen im Ostalpenraum und ist für ihre hervorragende Fleisch- und Milchqualität berühmt. So soll sogar Sissi sich einige dieser Tiere in Schönbrunn gehalten und täglich ein Glas Milch getrunken haben, heißt es von Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Der Ruhm wurden den Kühen jedoch zum Verhängnis: Auf Grund des hohen Verkaufs des hochwertigen Fleisches, wäre die Tierrasse beinahe ausgestorben. Rund 100 Kühe soll es in Österreich noch geben – im Tierpark Schloss Schönbrunn wird nun versucht, die »Wiener Kühe« wieder nachzuzüchten.

Franz Radatz unterstützt dies mit seiner Patenschaft: »Wir sind ein Familienbetrieb, der sehr in der Region verwachsen ist. Die »Wiener Kühe« sind keine sogenannten Turbokühe, sie wachsen langsam und brauchen ihre Zeit. Diese Qualität und dieser wichtige Faktor Zeit, darauf schauen wir auch in der Produktion. Genau das ist es, was sich unsere Kunden und Kundinnen von uns erwarten – ganz klar, dass wir den Erhalt dieser gefährdeten Nutztierrasse fördern. Sehr gerne übernehme ich daher die Patenschaft für die Wiener Kuh«. Patenkuh Mara ist zurzeit trächtig und wird demnächst ihr erstes Kalb gebären. »Dass ich demnächst auch Patengroßonkel bin, ist natürlich besonders erfreulich«, so Franz Radatz.

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