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Minze / © Wikimedia, cyclonebill
Minze / © Wikimedia, cyclonebill


TIPPS & TRICKS

Anbau & Pflege
Ideal ist, einen Minzstock im Garten oder in einem Topf auf der Terrasse einzupflanzen – bevorzugt an warmen, halbschattigen Standorten. Extreme Hitze und Sonneneinstrahlung verträgt die Pflanze nicht. Die Erde sollte immer gut feucht gehalten werden, immer an der Wurzel gießen – und niemals in der Mittagshitze!

Ernte & Lagerung
Einige Stängel etwa eine Handbreit über dem Boden abschneiden, sodass neue Zweige nachwachsen können. Idealer Zeitpunkt für die Ernte ist der späte Vormittag, da der Gehalt an ätherischen Ölen zu diesem Zeitpunkt am größten ist.
Anschließend die Minzeblätter mit frischem Wasser beträufeln (nicht unter fließendem Wasser waschen!) und in ein feuchtes, dunk­les Tuch sanft einwickeln. So bleiben die Blätter einige Tage lang frisch.

Bekannteste Sorten & Einsatzgebiet
Neben dem Aroma in den Drinks entfalten manche Sorten ihren Geschmack auch bei Lebensmitteln – hier ein kleiner Auszug.
Apfelminze: für Kinder-Tee (kein Menthol).
Erdbeerminze: zu Nachspeisen, Erdbeeren.
Limonenminze: für Drinks und Desserts.
Orangenminze: für Tee, Salate, Desserts.
Pfefferminze: für Tee und Minzlikör.
Schokoladenminze: zu Süßspeisen & Eis.


HEMINGWAY-MINZE
»My Mojito in La Bodeguita, my Daiquiri in El Floridita!«
Mit diesem Ausspruch hat Schriftsteller Ernest Hemingway (1899–1961) den Mojito bis weit über die Grenzen Kubas hinaus bekannt gemacht – und mit ihm auch die darin enthaltene Minze. Diese stammt nämlich, so die Legende, aus dem Garten seiner Lieblingsbar in Havanna und bietet aufgrund des geringen Mentholgehalts einen milden Minzgeschmack – jedoch mit intensivem Duft.

Heute ist die »Hemingway-Minze« auch in Europa erhältlich und wird umgangssprachlich als »Mojito-Minze« gehandelt. Während man viele Minzsorten in Gärtnereien bekommt, erhält man die »Hemingway-Minze« vorwiegend über den Versandhandel im Internet. Ist diese Minzsorte als Stock einmal ausgepflanzt, ist sie in unserem Klima weitgehend winterhart. Im Sommer ist ihr Aroma intensiver als im Winter – dies ist bei der Zubereitung zu beachten.


Text von Marlene Auer
Aus Falstaff Nr. 05/2013