»Adlerhof«: Beisl, Bäcker und Bar

Schank und Vitrine nach dem Original nachgebaut.

© Atelier Karasinski

Schank und Vitrine nach dem Original nachgebaut.

Schank und Vitrine nach dem Original nachgebaut.

© Atelier Karasinski

»Hier kann man alleine oder zu zweit versumpern, Freunde treffen oder einfach nur vorbeischauen um frisches Brot zu holen«. So beschreiben die Betreiber Manuel Köpf und Andreas Knünz ihr gastronomisches Gesamtkunstwerk, das sich hinter der Fassade der Burggasse 51 im 7. Wiener Gemeindebezirk verbirgt. Die Wiener Institution »Adlerhof« eröffnet dieser Tage nach einer umfangreichen Renovierung und wird mit den Schlagworten Salon-Café und Brot-Beisl grob umrissen. Die Gastronomen wollen die Funktion eines Nahversorgers übernehmen und bieten u.a. Gebäck vom Dürnsteiner Kult-Bäcker Schmidt, der seit 8. Generationen die originalen Wachauerlaberl bäckt.

Um den Charme der Gasthauslegende zu erhalten holten die Betreiber das Atelier Karasinski x Archiguards in Kooperation mit Artmüller Architekten an Bord. Um der bunten Vielfalt des Platzes gerecht zu werden wurden allerlei Kostbarkeiten zusammengetragen. Lampen von Flohmärkten und Antiquitäten-Händlern aus der Nachbarschaft, Tischgestelle von Oswald Haerdtl, Otto Wagner Altbau-Geländer und Original-Tapeten aus den 1960ern. Die hölzerne Schank wurde originalgetreu nachgebaut und im überdachten Atrium steht eine märchenhafte Wendeltreppe, die übrigens früher in den Adlerhof-Keller geführt hat. Die Zitate des längst Vergangenen begegnen einem hier an jeder Ecke. »Es war uns besonders wichtig, mit Wiener Traditionsbetrieben zusammenzuarbeiten. Thonet fertigte zum 200. Jubiläum eine limitierte Edition seines Stuhl 218 für den Adlerhof inklusive Gravur vom Adlerhof-Logo auf der Sitzfläche an, Kohlmaier lieferte die Stoffe für die Sitzbänke«, erzählt Laura Karasinski.

Die dekorative Wendeltreppe wurde aus dem Keller ans Tageslicht geholt.

Die dekorative Wendeltreppe wurde aus dem Keller ans Tageslicht geholt.

© Atelier Karasinski

Die Speisekarte gleicht einer Reise durch unterschiedliche Welten. Zum Frühstück werden Gerichte wie Fluffy Oat-Milk-Pancakes, Trüffel-Eierspeise, Kokosnuss Porridge, Mr. Eggs Benedict oder Monte Cristo Sandwich angeboten. Freitags gibt es frische Austern mit Chili-Limetten und Gin-Jelly. Das Frühstück wird übrigens bis 16 Uhr serviert. Am Abend geht die Reise weiter: Krabben-Remoulade im 80s-Style, Knödel-Trilogie (Grammel, Selchfleisch oder vegane Moving Mountains Füllung), Rotbarsch-Ceviche, Wildterrine, Chorizo Mais-Huhn, Heilbutt in Butterbrotpapier, Blunzen & Rösti mit Granny Smith Apfel, und vieles mehr. Zum Dessert werden Salzburger Nockerl, Topfen-Nougat- Knödel mit Sesambrösel und einem Lemon Twist sowie Apfel- Scheiterhaufen kredenzt. Dass es auch Käse & Obst gibt, versteht sich von selbst. Nach »Ladenschluss« wechselt die Adlerhof-Greißlerei die Ausrichtung und mutiert zu einer Bar.

www.adlerhof.wien