Wolfram Pirchner, Ulli Amon-Jell, Erwin Pröll, Adi und Bettina Bittermann, Petra Bohuslav und Christoph Madl
Wolfram Pirchner, Ulli Amon-Jell, Erwin Pröll, Adi und Bettina Bittermann, Petra Bohuslav und Christoph Madl / Foto: Falstaff/Degen

»Er ist ein Mann, der die Genussfähigkeit propagiert.« Mit diesen Worten beschrieb der bekannte ORF-Moderator und Top-Wirt Laudator Wolfram Pirchner Montagabend den Gastronomen, der sich in diesem Jahr über die begehrte Auszeichnung der Niederösterreichischen Wirtshauskultur freuen durfte: Adi Bittermann. Beim vielfach ausgezeichneten Spitzenkoch und Top-Wirt 2011 werde der Hilfsarbeiter genauso behandelt wie der Universitätsprofessor, das mache schließlich ein gutes Wirtshaus aus, so Pirchner in seiner Laudatio. Neben der Gemütlichkeit und Gastfreundschaft lobte der Moderator außerdem das kulinarische Repertoire im Bittermann-Vinarium in Göttlesbrunn, das auch Außergewöhnliches wie »Scampi in der Sau« beinhaltet. Mit einem »I g’freu mi narrisch« nahm Bittermann die Auszeichnung im Rahmen der Top-Wirt Gala in der Eventpyramide in Vösendorf entgegen und widmete die Auszeichnung gleich allen Wirten Niederösterreichs sowie seinem Team, denn »wir alle geben voll Gas« betonte der Top-Wirt 2011.

Adi Bittermann, Top-Wirt 2011/Foto: Niederösterreichische Wirtshauskultur
Adi Bittermann, Top-Wirt 2011/Foto: Niederösterreichische Wirtshauskultur

Expertenjury entschied über Sieg
Grundlage der Top-Wirt-Auszeichnungen sind unabhängige, anonyme Tests, wobei sich im Jahr 2010 besonders viele Wirte dieser Prüfung freiwillig gestellt haben. Bewertet wurde in den Kategorien Ambiente, Speisen, Getränke und Glaskultur sowie Service. Auch mit wirtshauskulturellen Specials, wie zum Beispiel selbst gebrautem Bier, konnte gepunktet werden. Die Empfänger der drei Ehrenpreise wurden auf Basis der Testergebnisse von einer Jury bestimmt, die mit Prof. Harald Knabl (Chefredakteur der Niederösterreichischen Nachrichten), Karl Hohenlohe (Herausgeber des Guide Gault-Millau), Prof. Christoph Madl (Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung) sowie den Autoren Renate Wagner-Wittula und Klaus Egle heuer besonders fachkundig besetzt war. »Die Wirte agieren mit Hand, Herz und Verstand«, so Uli Amon-Jell, Obfrau der Niederösterreichischen Wirtshauskultur. Das Level sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, betont Amon-Jell – Nachsatz: »Aber immer bei den Wurzeln bleiben, bitte.« Mit vielen Initiativen versuche man stets, die Wirtshauskultur in Niederösterreich weiter zu fördern. Eine Davon ist der Lehrlingswettbewerb »Zauberlehrling« in dem sich junge Nachwuchstalente in einem Wettbewerb unter Beweis stellen konnten.

_	Harald Reim vom Landgasthaus Reim, Einsteiger des Jahres/Foto: Niederösterreichische Wirtshauskultur
_ Harald Reim vom Landgasthaus Reim, Einsteiger des Jahres/Foto: Niederösterreichische Wirtshauskultur

Einsteiger und Aufsteiger des Jahres
Im Rahmen der Top-Wirt Gala, die wieder eine Vielzahl von prominenten Gästen anlockte, wurden auch der Einsteiger sowie der Aufsteiger des Jahres gekürt. Zum ersten Mal bewertet wurde 2011 das Landgasthaus Reim in Pottendorf und begeisterte die Jury dermaßen, sodass sich Wirt Harald Reim über den Titel »Wirtshauskultur Einsteiger des Jahres« freuen darf. »Es macht Spaß dort zu essen«, unterstrich Landesrätin Petra Bohuslav die Wahl der Jury. Als »Wirtshauskultur Aufsteiger des Jahres« wurde Der Schlosswirt im Rothschildschloss von Waidhofen an der Ybbs ausgezeichnet, denn die dynamische Entwicklung der Gastwirtschaft war beeindruckend.

Andreas Plappert (Mitte) vom Schlosswirt in Waidhofen an der Ybbs, Aufsteiger des Jahres/Foto: Niederösterreichische Wirtshauskultur
Andreas Plappert (Mitte) vom Schlosswirt in Waidhofen an der Ybbs, Aufsteiger des Jahres/Foto: Niederösterreichische Wirtshauskultur

Wirtshäuser als »kleine Oasen«
Begeistert von der Niederösterreichischen Wirtshauskultur zeigten sich auch die Anwesenden Ehrengäste, allen voran Landeshauptmann Erwin Pröll. Während er die Wirtshäuser als »kleine Oasen« wo man neben bester Kulinarik vor allem die Kommunikationskultur hochhalte und eine Schnittstelle zwischen Tradition und Innovation schaffe. Christoph Madl , Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung, bezeichnete die Wirtshauskultur als »kulinarisches Rückgrat« des Landes, wo man die Möglichkeit habe, das Land, seine Spezialitäten aber auch seine Menschen richtig kennen zu lernen.

www.wirtshauskultur.at


(von Marion Topitschnig)

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