22. ART INNSBRUCK – Heimspiel mit Frauenpower

© DIE FOTOGRAFEN

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Nach der erfolgreichen Salzburg-Premiere im Juni dieses Jahres freut sich ART-Gründerin Johanna Penz nun wieder auf das Heimspiel in Innsbruck. »Zwei Kunstmessen innerhalb eines halben Jahres erfolgreich abzuwickeln ist natürlich eine Herausforderung«, so Penz. Allerdings zeige sich bereits jetzt, dass sich ART Innsbruck und ART Salzburg Contemporary wunderbar gegenseitig beflügeln und ergänzen. Denn eines der großen Highlights der nun kommenden 22. ART Innsbruck vom 25. bis 28. Jänner 2018 in der Innsbrucker Messehalle A wird etwa eine Personale des ursprünglich aus Polen stammenden, doch schon sehr lange in Österreich beheimateten Monumentalbildhauers und Malers Andjé Pietrzyk sein, welche dessen Salzburger Galerie Queenberg erstmals für die ART Innsbruck ausrichten wird. Eine von Pietrzyks spektakulärsten Schöpfungen ist sein erst im Vorjahr fertiggestelltes Denkmal für Bukephalos, das legendäre Streitross von Alexander dem Großen. Ein fünf Meter langer und 16 Tonnen schwerer Edelbronzeguss, der über eine Unterkonstruktion aus aufsteigenden Wurzeln neun Meter in der Luft zu schweben scheint. Pietrzyks atemberaubende Monumentalskulptur konnte in diesem Jahr bereits an zwei geschichtsträchtigen Orten bewundert werden: ihre erste Präsentation erlebte sie im Mai und Juni am Michaelerplatz in Wien, also dem Sitz der weltberühmten Spanischen Hofreitschule, seit Oktober steht sie im Innenhof der Salzburger Residenz. »Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir mit dieser Personale gewissermaßen einen Bogen von Salzburg nach Innsbruck spannen können«, so Penz.

Michael Prachensky – »Quanten Kollusion 01«, 2017, Acryl auf schwarzer Leinwand, 100 x 180cm

© Galerie am Claudiaplatz, Innsbruck, Österreich

Ganz neue Wege beschreitet die Kunstmessenmacherin auch bei der diesjährigen Sonderschau. Denn die wird eine Premiere in zweifacher Hinsicht sein: so hat Penz erstmals die Innsbrucker Galeristin Birgit Fraisl mit der Konzeption der Schau betraut, welche die ART Innsbruck bereits bei den letzten Messen in kuratorischen Fragen beraten hat. »Wir sind in der Vorbereitung dann relativ rasch für uns zum Schluss gekommen, dass es höchst an der Zeit sei, endlich mal eine ebenso eigenwillige wie starke Künstlerin in den Mittelpunkt der Betrachtung und Auseinandersetzung zu stellen«, erzählt Penz. Daher wird mit Mia Florentine Weiss erstmals in der Geschichte der ART Innsbruck eine schillernde Konzeptkünstlerin Protagonistin der Sonderschau sein. Weiss, die das ART-Publikum bereits bei der Jubiläums-ART im Jänner 2016 mit einer aufwühlend apokalyptischen Angel Soldier Liveperformance in ihren Bann zog, wird sich dabei wie bei ihr üblich nicht nur über Bilder und Videos präsentieren, sondern sich den Besucher*innen auch leibhaftig aussetzen. Ihre Galeristin kündigt jedenfalls eine Präsentation zwischen Berühren und Betrachten an. Der Titel der Schau lässt jedenfalls schon entsprechende Assoziationen und Erwartungshaltungen aufkommen: Seven Days Left – Free Unfree.

Axel Crieger – »Avalon«, 2012, Digital Art auf Leinwand, 100 x 120 cm

© Galerie Augustin, Innsbruck/Wien, Österreich

Kuno Vollet – »Infinitum 1«, 2017, Bronzeguss, 25 x 25 x 40 cm, Aufl. 10

© artroom21, Innsbruck, Österreich

Der Fokus der 22. ART Innsbruck wird indes wie schon zuletzt auf ausgewählten Positionen internationaler Kunst von der Moderne bis herauf in die Gegenwart liegen. Insgesamt 80 Galerien, vornehmlich aus dem benachbarten Deutschland, aber auch aus Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Russland und Georgien werden die Highlights aus ihrem jeweiligen Repertoire zeigen. Der Bogen spannt sich vom klassischen Gemälde, über Arbeiten auf Papier, Originalgrafiken und Auflagenobjekte bis hin zu Skulpturen und Installationen und schließt auch Fotografie, Neue Medien und Künstlerbücher ein.

ART INNSBRUCK

25. – 28. Jänner 2018
Messe Innsbruck, Haupthalle A
DO – SA  | 11.00 - 19.00 Uhr
SO | 11.00 – 17.00 Uhr
www.art-innsbruck.com