Weinkeller / Foto: www.beaujolais.com
Weinkeller / Foto: www.beaujolais.com

Viele Beaujolais-Weingüter dürften von der Schließung betroffen sein, da sie aufgrund der geringen Ernte 2012 ihre laufenden Kosten nicht mehr decken können. Während in französischen Medien die Zahl 200 kolportiert wird spricht die offizielle Handelsvereinigung Inter Beaujolais von rund 50 betroffenen Betrieben, heißt es auf Decanter.com.

Erhebliche Ernteverluste
Eine durchschnittliche Ernte in der Region Beaujolais beläuft sich auf 850.000 Hektoliter Wein. 2012 war der Ertrag allerdings 40 Prozent geringer. Statt der durchschnittlichen 52 Hektoliter pro Hektar waren es im vergangenen Jahr nur 30, was nun die Existenz vieler der insgesamt 2.700 Beaujolais-Weingüter auswirkt. Die Ursache für die schlechte Ernte ist das Wetter. Frost und Hagel dezimierten den Ertrag. »Normalerweise haben nur Teile der Region mit schlechten Wetterbedingungen zu kämpfen, 2012 war das gesamte Beaujolais betroffen«, wird Jean Bourjade von Inter Beaujolais auf Decanter.com zitiert.

Staatliche Hilfe
Es werden staatliche Hilfen und Kredite nötig sein, um Betrieben unter die Arme zu greifen, die sich selbst nicht mehr erhalten können. »Manche Weingüter werden durch kurzfristige Anleihen überleben, machen aber keine Gewinne«, so Bourjade. Für 50 Betriebe käme aber jede Hilfe zu spät, meint der Experte.

Preissteigerungen
Die öffentlichen Subventionen, darunter ein Zuschuss in der Höhe von einer Million Euro für das Conseil Général des Departement Rhone, in dem rund 95 Prozent aller Beaujolais-Produzenten liegen, würden die erwartbaren Preissteigerungen bei Beaujolais aller Appellationen allerdings nicht abfedern, heißt es in den französischen Medien.

www.decanter.com

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