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»Winter Station«-Wettbewerb in Toronto: Wiener Design-Studio unter den Gewinnern

In der größten Stadt Kanadas fand zum siebten Mal der »Winter Station«-Wettbewerb statt. Ein internationaler Design-Contest, bei dem Künstler temporäre Kunstinstallationen entwerfen, die in der ganzen Stadt aufgestellt werden. Dieses Jahr hat es das Architekturbüro und Design-Studio iheartblob, mit Sitz in Wien, unter die fünf Sieger geschafft.

05 . Februar 2021

In diesem Jahr stand der »Winter Station«-Wettbewerb unter dem Motto »Zuflucht« und die Herausforderungen in Zeiten einer Pandemie. Mehr als 400 Einsendungen sind eingegangen, wovon fünf Installationen (vier Design-Teams und ein Werk des Sheridan College) als Sieger hervorgingen. Darunter: das in Wien ansässige und preisgekrönte Architektur- und Design-Studio iheartblob, das von Aleksandra Belitskaja, Ben James und Shaun McCallum gegründet wurde.

Normalerweise werden die Kunstwerke nur am Woodbine Beach aufgestellt. 2021 sind drei Installationen kurzzeitig auch im Distillery District in der Innenstadt und im Kew Gardens Park zu sehen, bevor sie dann ebenfalls an den Strand ziehen. 

»Durch die Partnerschaft mit The Distillery District und The Beach BIA werden wir unsere Ausstellung um mehrere Wochen verlängern und den Menschen die Möglichkeit geben, die Installationen in verschiedenen Umgebungen zu erleben. Die Sicherheit aufgrund der Corona-Pandemie hat dabei höchste Priorität. Wir hoffen aber, dass wir die Installationen noch in diesem Jahr aufstellen können. Auch wenn das bedeutet, dass wir den Wettbewerb dann »Frühlings-Stationen« umnennen müssten«, so Roland Rom Colthoff, Founder von RAW Design in der Presseaussendung.

Hier sind die Gewinner des »Winter Station«-Wettbewerbs 2021:

  • ARc de Blob, entworfen von Aleksandra Belitskaja, Ben James und Shaun McCallum (Österreich und Großbritannien):

ARc de Blob ist ein rosafarbener und gelber Bogen aus traditioneller und futuristischer Architektur, in dem eine Bank inkludiert ist. Die Installation wird von einer App begleitet, mit der die Besucher das Werk in Augmented Reality (AR) erleben können. Dabei werden versteckte Objekte in und außerhalb des Bogens sichtbar. 

  • From Small Beginnings, designed von Jack Leather und Charlie Leather (Großbritannien)

Das britische Team Jack Leather und Charlie Leather blickten mit ihrem Pavillon in eine bessere Zukunft. Die gebeizten Holzbalken sind mit Fichtensetzlingen dekoriert, die nach dem Ende der Installation in einen Wald eingepflanzt werden. In der Mitte des Kunstprojekts befindet sich ebenfalls eine Sitzmöglichkeit.

  • The Epitonium, entworfen vom Team M. Yengiabad, bestehend aus Shahed M. Yengiabad, Elaheh M. Yengiabad, Alemeh M. Yengiabad und Mojtaba Anoosha (Iran)

Der Pavillon mit dem Namen »The Epitonium« sieht aus wie eine Meeresschnecke und ist mit einem Metallgerüst ummantelt, das sich wunderbar in die Winterlandschaft einfügt. Er soll eines der schönsten Naturschutzgebiete darstellen.

  • THROBBER, designed vom Team Heidundgriess, bestehend aus Alexandra Grieß and Jorel Heid (Deutschland)

Die Installation besteht aus zehn regenbogenfarbenen Sitzabteilen, die durch Seitenwände voneinander getrennt sind. Dadurch wird in der Zeit der Pandemie die soziale Distanz zwischen den Menschen ermöglicht. Von oben betrachtet, bilden die Farben einen Regenbogen - ein Zeichen der Hoffnung. 

  • Embrace, entworfen von Colin Laplante, Grace Im, Ziyu Li, Brayden Popke, Nicole Ruiz, Reem Yunis (Bachelor of Craft and Design Program am Sheridan College)

Die Installation ist das Design des Gewinnerteams von Studenten des Sheridan Collage und imitiert eine Umarmung, nach der sich jeder in diesen schweren Zeiten sehnt. Während sich die weißen Außenkanten in die schneebedeckte Landschaft einfügen, ist die gelbe Innenwand ein wärmender Farbtupfer. Daneben platziert ist eine Art Rettungsschwimmerstuhl, auf dem Besucher Platz nehmen können. 

Der Wettbewerb »Winter Stations« wurde von RAW Design, Ferris + Associates und Curio gegründet. Die Entwürfe des letzten Jahres waren interaktiv und beinhalteten etwa ein Klettergerüst und eine Hüpfburg. Die Ausstellung 2021 soll vorraussichtlich vom 15. Februar bis 31. März in Toronto stattfinden.

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