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Wie bloße Form zu gutem Design wird

Es gibt kaum Anspruchsvolleres, als Gebrauchsgegenständen ein neues, schönes Antlitz zu verleihen, das nicht nur die Ästhetik, sondern auch die Funktionalität verbessert. Thomas Probst, Head ob Design bei ADA, erklärt uns, wie’s geht.

11 . April 2022

Alleine die Unterscheidung »Zeitgenössisches Interiordesign« und »Modernes InteriorDesign« ist eine Kunst an sich. Denn das eine – das Moderne – beinhaltet das andere, das Zeitgenössische, aber nicht zwangsläufig auch vice versa. Auf Interiordesign bezogen heißt das: gegenwärtiges Interiordesign trägt viele Stile in sich und ist modern, ohne darauf zu verzichten, andere Epochen zu berücksichtigen. Den Stil der 1970er Jahre etwa, auf den sich aktuelle Designtrends beziehen, die gleichzeitig Elemente aus dem Art Deco aufgreifen und mit futuristischen Designelementen kombinieren. Kurz: Zeitgenössisches Interiordesign ist modern und gleichzeitig eine Hommage an die Vergangenheit.

Moderne Neuheiten.

Niemand wüsste besser, wie gutes, zeitgenössisches Interiordesign entsteht als Thomas Probst. Er lebt Design seit seinem Studium für Industriedesign in Salzburg. Seit 2008 ist er bei ADA als Head of Design für das Design und die Entstehung der hochwertigen Möbel verantwortlich. Viele erfolgreiche Kollektionen der Eigenmarken ADA AUSTRIA premium und ADA trendline tragen seine Handschrift – hier vor allem Sitzmöbel. Im Interior Bereich gestaltet er zudem immer wieder für die großen Lizenzpartner, wie etwa Birkenstock, Joop! und Tom Tailor.

»Natürlich,« erzählt Probst, »kommt ein Teil der Ideen aus dem Möbelhandel. Schließlich kennt dieser ebenso den Markt und die Wünsche der Kunden. Gleichzeitig analysieren wir auch aktuelle Trends und entwickeln sie weiter. So entstehen moderne Neuheiten.«

Designer Thomas Probst

@ ADA

Blick hinter die Kulissen.

Bei ADA wird in den meisten Fällen am digitalen Zeichenbrett entworfern. »Es sind zunächst emotionale Skizzen, die eine Richtung andeuten oder vorgeben. Später bauen dann die Fachkräfte unserer Designabteilung die Details in 3D auf,« gestattet Thomas Probst einen Blick hinter die Kulissen der Designabteilung von ADA. Im Dialog mit den Konstrukteuren und Entwicklern wird die Gestaltung auf Umsetzbarkeit geprüft. Dann folgen Mock-up-Modelle oder Prototypen, die erneut begutachtet werden. »Im Designprozess arbeiten wir zunehmend auch mit neuen Technologien wie AR (Augmented Reality) und VR (Virtual Reality). Dadurch ist die Gestaltung detailliert darstellbar, leichter nachzuempfinden und besser diskutierbar – und das ohne große Kosten«, so Probst weiter.

Was ist gutes Design?

Gutes Design ist das Ziel des Prozesses – aber was ist das überhaupt? Probst: »Meiner Meinung nach ist Design der Nährboden für eine Marke. Bei der Gestaltung eines Möbels kommt es auf das ideale Zusammenspiel von rationellen Komponenten wie Funktion, Benutzerfreundlichkeit und Kosten mit ansprechender Optik, also Form und Materialien, an. Außerdem spielt natürlich die Umsetzbarkeit eine entscheidende Rolle. Denn Ziel ist es schließlich, Produkte zu gestalten, die vervielfältigbar sind.«

Kontroversen vorprogrammiert.

Klar, dass man dabei als Designer oft auf kontroverse Welten trifft. Immerhin ist auch und gerade Interiordesign letztlich eine Frage des Geschmackes und der wirtschaftlichen Verwertbarkeit. Flexibilität sei hier gefragt, so Probst, es gelte, die eigenen Vorstellungen in Einklang mit der Marke zu bringen. »Daher folge ich stets dem Grundsatz: Die Marke definiert das Design, und das Design definiert die Marke. Denn die Produkte sollen die Philosophie einer Marke widerspiegeln. Gleichzeitig prägt das Design das Gesicht einer Marke, baut sie auf und stärkt sie.«

Tradition verpflichtet.

Gerade arbeitet Chefdesigner Probst an einem innovativen Sitzsystem mit einzigartigem Komfort. Die ersten Ergebnisse sind bereits vielversprechend, und das ist gut so, denn immerhin ist jedes ADA-Produkt einer langen Tradition verpflichtet. Schließlich gehören die ADA Möbelwerke zu Europas führenden Herstellern von Polstermöbeln, Betten, Matratzen und Lattenrosten. Hier trifft traditionelle Handwerkskunst auf modernes Design, smarte Funktionen und einzigartige Lieblingsstücke. 

Weitere Infos erhalten Sie unter ada.at.

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