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Unter vier Augen mit Emmie Cosser

Falstaff LIVING diskutiert mit der Social Media Influencerin über ihre große Liebe: London!

03 . Oktober 2017 - By Sonja Boric

Ein großes Highlight der neuen Falstaff LIVING Ausgabe ist die berühmte Stadt an der Themse. Falstaff LIVING hat sich vorab für Sie schlau gemacht und sich exklusiv mit der London In­si­de­rin Emmie Cosser getroffen. Mit der 30-jährigen gebürtigen Australierin haben wir über Interior-Trends, Kreativität und aktuelle Hot-Spots der Stadt gesprochen. Zudem verrät Sie uns, wie Sie Ihre perfekten 48 Stunden in der Metropole verbringen würde.

Falstaff LIVING: Für die kreativsten Köpfe der Welt ist London immer noch ein absoluter Hot-Spot. Warum glauben Sie ist kein Ende dieses Booms in Sicht?
Emmie Cosser: London wird meines Erachtens nie aus der Mode kommen! Die Stadt hat eine großartige Willkommenskultur. Egal ob man seit einer Woche hier lebt, oder seit zwanzig Jahren, sobald jemand beschließt hier Fuß zu fassen, ist er ein waschechter Londoner. Die Leute haben außerdem keine Angst sie selbst zu sein, jeder versucht sein Ding zu machen – das fördert die Kreativität. Ehrlich gesagt hoffe ich sehr, dass sich daran, trotz der jüngsten politischen Ereignisse, nichts ändern wird. 

Falstaff LIVING: Wie würden Sie den Vibe der Stadt in 3 Worten beschreiben?
Emmie Cosser: Energiegeladen, vielfältig und aufgeschlossen. 

Falstaff LIVING: Notting Hill, Kensignton, Hackney und Camden sind nur ein Paar der angesagtesten Viertel der Stadt – wo können wir Sie am wahrscheinlichsten antreffen? 
Emmie Cosser: Notting Hill. Ich bin definitiv ein »Westend Girl«. Der Osten der Stadt gilt zwar als kreativer Brennpunkt, doch mir kommt vor, dass dort oft mehr »Schein als Sein« gilt. Im Süden der Stadt bin ich ehrlich gesagt eher selten. In Hampstead Heath im Norden von London verbringe ich auch gerne meine Freizeit. Man fühlt sich hier wie in einem Jane Austen Roman inmitten der Großstadt – einfach herrlich.

Falstaff LIVING: London gilt als eine sehr hektische Stadt. Wie entkommen Sie dem alltäglichen Trubel der Metropole?
Emmie Cosser: Ich versuche so oft wie möglich zu Fuß zu gehen. Deswegen habe ich auch immer ein Paar Sneaker in meiner Tasche. In London gibt es so viele tolle Parks, besonders jetzt im Herbst liebe ich es die Stadt zu erkunden und mir dabei inspirierende Podcasts anzuhören. Mein Favorit ist im Moment Tim Ferriss. Es geht vor allem um Selbstverbesserung. 

Falstaff LIVING: Gibt es einen neuen Interior-Trend, den Sie faszinierend finden?
Emmie Cosser: Im Moment liebe ich schwarze Holzböden mit weißen Wänden, eine senffarbene Samtcouch und generell skulpturale Möbel stehen auf meinem Interior-Wunschzettel. Die neue Couch wäre ein Kompromiss. Mein aktuelles Modell ist knall-pink und mein Verlobter ist gelinde gesagt nicht gerade begeistert. Ansonsten bin ich auch noch ein großer Fan des Interior Concept Shops »Conran«, hier erweitert sich mein Wunschzettel garantiert jedes Mal. 

Falstaff LIVING: Was mögen Sie am liebsten am Brit-Chic?
Emmie Cosser: Den Bohemian-Vibe. Ich finde es faszinierend, dass aus so vielen verschiedenen Stileinflüssen ein neuer ganz eigener Stil entsteht. Egal ob traditioneller Landhaus-, etwas rauer Industrial-, oder Kolonialstil, alles geht irgendwie Hand in Hand. Britischer Stil hat auch immer etwas Traditionelles, ist dabei aber nie altbacken, oder unmodern. Ich finde die britischen Designerinnen, Vivienne Westwood und Alice Temperley sind ein sehr passendes Beispiel dafür. 

Letzte Frage: Alt oder Neu?
Emmie Cosser: Alt – ich liebe Antiquitäten und Vintage Schätze. Da ich neben der Portobello Road wohne, sitze ich sozusagen direkt an der Quelle. Ich glaube, dass ist auch so ein typisch englisches Faible. Alle Engländer sind verrückt nach Flohmärkten und der Jagd nach besonderen Stücken. Alles von einem bestimmten Hersteller zu kaufen und einen sleeken Komplettlook zu haben ist ja langweilig – wo bleibt da der Spaß?

 

Meine perfekten 48 Stunden in London:

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Emmie Cosser: Wohnen würde ich im  »Charlotte Street Hotel«. Das Design Hotel hat eine sehr zentrale Lage und ist somit der perfekte Ausgangspunkt für eine Stadttour. Erster Pflichttermin ist ein Besuch in der »Royal Academy«. London hat unendlich viele einzigartige Galerien und Museen, doch diese ist mein Favorit, da es gleichzeitig eine der renommiertesten Kunstschulen der Welt ist. Wem langsam der Magen knurrt und Sushi liebt, ist bei »Roka« bestens aufgehoben. Anschließend würde ich einen ausgiebigen Verdauungsspaziergang durch Soho machen. In dem Stadtteil gibt es einige der besten Buch- und Vintage Läden. Man darf sich durch die Vielzahl der »Sex Shops« nicht abschrecken lassen. Sie sind ein ganz wichtiger Bestandteil der Geschichte von Soho. Das ehemalige Rotlichtviertel war unter anderem auch Schauplatz der Dreigroschenoper von Brecht und Hochburg der »Swinging Sixties«. Wer noch Zeit und Lust hat, ist übrigens im Handumdrehen in China Town. Gleich ums Eck, versteckt hinter einer schwarzen Tür ohne Logo befindet sich auch meine Lieblings Cocktailbar, der »Experimental Cocktail Club«. Nachdem es aber noch so viel zu sehen gibt, geht es weiter mit der Tube Richtung Osten der Stadt, dem so genanten East End. Gleich bei der Station Liverpool Street gelegen ist der »Spitalfields Market« unser nächster Stopp. Hier kann man nette Souvenirs und Kleinigkeiten finden. Weiter geht es zum perfekten Sundowner ins »Shoreditch House«. Zum Abendessen würde ich einen Tisch bei »Som Saa« reservieren, ein ausgezeichnetes Thairestaurant.   

Der zweite Tag startet auch in East London, mit einem Besuch des »Columbia Road Flower Market«. Ein hipper Blumenmarkt, mit ausgezeichneten Kaffeeständen und einzigartiger Stimmung. Hier spürt man definitiv den lässigen East End Vibe. Absolutes Muss ist ein Besuch bei «Granger & Co« in Notting Hill. Das Restaurant ist mit Abstand das angesagteste Brunchlokal der Stadt. Reservieren kann man hier leider nicht. Dafür trifft man so manches It-Girl in der Schlange. Notting Hill ist berühmt für seinen pastellfarbenen Häuser. Hier würde ich mich einfach ein bisschen treiben lassen und den Stadtteil erkunden. Egal ob »Westbourne Grove«, oder »Portobello Road« es gibt immer etwas neues zu entdecken in W11. Ein gepflegter Pubbesuch darf natürlich auch nicht fehlen! Das »The Westbourne« ist ganz in der Nähe vom Portobello Markt und hat einen sehr netten Gastgarten. Ein schöner Abschluss für jeden Londontrip ist eine Filmvorstellung im »Electric Cinema«. In dem gemütlichen Saal des Kinos sitzt man ganz bequem auf Sofas. Hier gibt es leckere Snacks und Weinkühler inklusive einem herrlichen Rosé Wein. 

Emmie Cosser betreibt einen äußerst erfolgreichen Blog und hat vor Kurzem die Marketing und Branding Agentur LOLA mit ihrem Bruder Charlie gegründet. 

Genuss – das ist zentrales Thema der Falstaff-Magazine. Nun stellen wir das perfekte Surrounding dafür in den Mittelpunkt. Das Ambiente beeinflusst unsere Sinneseindrücke – darum präsentiert Falstaff LIVING Wohnkultur und Immobilien für Genießer!

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