© Friedman Benda/Jonathan Trayte

Skulpturale Möbelstücke: Jonathan Trayte verbindet Natur und Kunst

Ein Roadtrip durch die USA inspirierte den britischen Künstler Jonathan Trayte zu einer speziellen Möbel-Serie. Darin verwandelt er die amerikanische Natur in künstlerisches Interior.

27 . Januar 2021

Außergewöhnlich, aufregend und faszinierend: So könnte man die zweite Solo-Ausstellung von Jonathan Trayte in der Friedman Benda Galerie in New York beschreiben. Eine Reise mit seiner Frau durch die westlichen Staaten der USA haben den britischen Künstler zu seinen neuesten Werken inspiriert. Darin verarbeitet er seine persönlichen Eindrücke der Landschaft Amerikas und zeigt auf, wie wir natürliche Ressourcen wahrnehmen und nutzen.

In seinen extravaganten Interior-Stücken wird seine ganz eigene Sichtweise auf Sedimentgesteinen, Joshua-Trees, Kakteengewächse und den heimischen Flechtarten deutlich, deren natürliche Formen er als hochstilisierte Kunstwerke neu interpretiert. Dieser künstlerische Garten namens »MelonMelonTangerin« zeichnet sich durch seine vielschichtige Collage aus Farben, Materialien, Texturen und Techniken aus, die sowohl zeitlos als auch aufregend ist. 

Das mit Abstand größte und auffälligste Stück, das Jonathan Trayte geschaffen hat, ist »Sundown Swing« - eine Schaukelbank, die an einer abstrakten Palmenform befestigt ist. »Ich wollte etwas Unverschämtes machen«, so Trayte gegenüber Dezeen.com, und zitierte den bereits verstorbenen österreichischen Künstler Franz West als Inspiration.

Den Untergrund der Palme produzierte er aus schwarzem Gummi, damit das Stück auch im Freien stehen kann. »Wegen der UV-Strahlung kann man draußen nur schwarzen Gummi verwenden«, so Trayte. »Also sieht es ein bisschen bedrohlicher aus, als es eigentlich sein sollte.«

Für seine außergewöhnlichen Möbeln und Kunstwerke ist Jonathan Trayte bereits bekannt. 2016 entwarf er »The Spectacle«, eine Sitzkomposition, die er in der »Sculpture in the City«-Serie in London zeigte. Die erste Solo-Ausstellung seiner Werke fand 2018 in der Friedman Benda Gallerie statt. 

»Ich möchte so ehrgeizig wie möglich sein, aber auch Stücke herstellen, die ein Zuhause finden«, gesteht er gegenüber Dezeen.com.

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