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Einen Klassiker zu erfinden ist nichts, was in einem Lehrbuch steht und nach Anleitung gelingt. Mag sein, dass Glück eine Rolle spielt, Können ist definitiv gefragt. LIVING zeigt Ihnen sechs Ikonen der Designgeschichte.

23 . Mai 2022 - By Moritz Weinstock

Erfindergeist und Einfallsreichtum, Kreativität und Können, Zeitgeist und Zeitlosigkeit. So vieles, das notwendig ist, um aus industriell gefertigten Gütern Ikonen der Designgeschichte werden zu lassen. Denn zunächst ist da nur eine Idee, aus der ein Prototyp wird, der wiederum überzeugen muss, um es zur Marktreife zu schaffen. Sind all diese Hürden überwunden, bedarf es aber noch immer der Gunst der Konsumentinnen, denn ohne sie bleibt das fertige Produkt ein Ladenhüter, dessen Produktion schnell wieder eingestellt wird. Diese sechs Objekte werden jedoch noch immer produziert und erfreuen sich unverändert hoher Beliebtheit. 

 

Charles Eames – Lounge Chair

Die Sitzschalen aus Holz, das Polster aus edlem Leder – so sah bereits das Ursprungsmodell des »Lounge Chair« aus, den Charles Eames 1958 für den Regisseur und Freund Billy Wilder entwarf. Den Nachbau produziert noch heute das schweizer Unternehmen Vitra. 

 

 

 

Philippe Starck – Juicy Salif

Manchmal sind es die einfachen Dinge, die es zu ganz besonderer Größe schaffen. Philippe Starck hat dabei alles im Angebot, von groß bis klein, von Motorrad bis Zitronenpresse. Letztere wurde als »Juice Salif« zum erschwinglichen Kultstück, das es seit 1990 bei Alessi gibt. 

 

 

 

Ludwig Mies van der Rohde – Barcelona-Chair

»Weniger ist mehr« lautete der Leitspruch von Ludwig Mies van der Rohde. Den ikonischen Sessel schuf er, um ihn 1929 im Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Barcelona zu präsentieren. Heute produziert Knoll den »Barcelona-Chair« in Gedenken an den Meister.  

 

 

 

Guido Drocco & Franco Mello – Cactus

Die 1960er und 1970er Jahre sind geprägt von britischer Popmusik und der bunten Hippie-Kultur. Auch im Design spiegelt sich das wider. Neue Materialien ermöglichten zudem neue Forme, wie den »Cactus«-Kleiderständer, den die Designer Guido Drocco & Franco Mello für Gufram entwarfen. 

 

 

 

Le Corbusier – LC2

Der »LC2« ist die pure Verkörperung des Stils der Bauhaus-Ära, deren schlichte, funktionale Formensprache auf die Zeit von 1928 - 1935 zurückdatiert. Erdacht wurde der Sessel von dem Architekten Le Corbusier bereits 1928. Heute produziert Cassina das schöne Stück aus Stahlrohren in unveränderter Weise. 

 

 

 

Artemide – Tizio

Wer verbaut noch Kabel, wenn die Zeit längst fortgeschritten ist, und sich das ganze Lampengestell unter Strom setzen lässt? Die Lösung kannte der Designer Richard Sapper, der die »Tizio« 1972 für Artemide entwarf und auf Halogenlampen mit stromführenden Niedervoltarmen setzte. Selbstverständlich ist auch dieser Klassiker noch immer erhältlich. 

 

 

 

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