© GAD Architecture

Schönheit und Komfort alleine sind schon lange kein Garant mehr für touristischen Erfolg. Es braucht eine Geschichte, die sich wie ein roter Faden durch das Hotelkonzept zieht. Diese sechs Hotels entführen ihre Besucher in die schönsten Traumwelten.

25 . Mai 2022 - By Wojciech Czaja

The Seeds Hotel (China)

Inmitten von Wäldern und Reisfeldern schuf das ZJJZ Atelier Xiu Gend das Hotel »The Seeds«. Um den ökologischen Fußabdruck im wahrsten Sinne des Wortes zu reduzieren und die Natur der chinesischen Provinz Jiangxi möglichst wenig zu beeinträchtigen, wurden die vier großen Samenkörner auf Stelzen gestellt. Dank der organischen Formen und der naturbelassenen Kieferschindel verschmelzen die runden Häuschen fast nahtlos mit der Landschaft. 

 

© ZJJZ

AEON Hotel (Südtirol)

Das italienische Architekturbüro noa network of architecture hat schon oft für Überraschungen gesorgt. Das »Aeon«-­Spa-Hotel for Adults only betreibt eine gewisse Schwarz-Weiß-Malerei und zieht künstliche Horizontlinien durchs Zimmer: »Die Vertikalität und ­Linearität sind die Leitfäden zweier sich stark kontrastierender Gestaltungsansätze«, sagt Architekt Christian Rottensteiner. »Teilweise entsteht das Gefühl, zwischen den Welten zu schweben.« 

 

© Alex Filz

The Penn Estate (UK)

Die Küstenlinie der Isle of Portland in Dorset ist Unesco-Weltnaturerbe. Um den Ort nicht zu beeinträchtigen, entschieden sich die Londoner Architekten Marrow + Lorraine, die Clifftop-Gästehäuser am Fuße des »Penn Castles« so zu gestalten, dass der Eindruck entsteht, es wäre nie anders gewesen. Zu den verwendeten Materialien zählen Kupfer und regionaler Albionstein. Die Architektur orientiert sich bewusst am Erscheinungsbild einer alten, romantischen Ruine. 

 

© Jim Stephenson

Superbude (Österreich)

Am Rande des Wurstelpraters konnten sich die »Superbude«-Betreiber und nonconform-Architekten so richtig austoben. Unter den insgesamt 178 Zimmern finden sich auch Fünf-Bett-Schlafstätten unter den Namen Kinobude, Discobude oder Austropop-Bude. Die Disko-Einrichtung dieses Zimmers soll den Besuch in Wien samt Hochschaubahn und Saturday-Night-Fever unvergesslich machen. Der Preis einer Fünf-Bett-Bude liegt bei 129 Euro. 

 

© Jakub Markech | Superbude.de

Hotel Josefine (Österreich)

Den Barfly’s Club in der Esterházy­gasse kennt fast jeder. Was sind wir hier schon betrunken in Gedanken versunken! Nun ist das – ganz ohne geschüttelte Volumensprozente – auch in den darüber liegenden Hoteletagen möglich. Das neue Boutiquehotel »Die Josefine« entführt seine Besucher in die Goldenen Zwanziger und sorgt mit Marmor, Messing, Samt, Plüsch und schummrigem Licht dafür, dass die Grenzen zwischen Tag und Nacht verschwimmen.

 

© Tina Herzl

Steinbruch-Hotel (Kappadokien)

Nachdem die Bergbaulizenz in Nevşehir ausgelaufen ist, soll das Gelände des ehemaligen Steinbruchs nun für den Tourismus freigegeben werden. Gökhan Avcıoğlu vom Istanbuler Büro GAD Architecture orientiert sich an den für Kappadokien typischen Tuffstein-Landschaften und setzt das Hotel als unterirdische Matrix direkt in den Berg. Eine künstliche Lagune setzt dem Spa-Hotel die Krone auf. Aktuell befindet sich das ungewöhnliche Projekt in Planung. 

 

© GAD Architecture

Erschienen im Falstaff LIVING Residences 01/2022

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