© Stefan Gergely

Interior Experte Robert Ludl kennt die besten Tipps, um eine erfolgsversprechende Dinner-Einladung im Freien zu inszenieren.

04 . Juni 2020 - By Angelika Rosam

1. Wenn die Sonne noch heiß runterbrennt, ist die Wahl der passenden Schirme wichtig. Niemand will gestylt beim Tisch sitzen und in der Hitze schwitzen. Es wäre vorteilhaft, wenn man Schirme und Beistelltische immer draußen an einem Ort platzieren könnte. Das ewige Herumgeschleppe ist schrecklich.

2. Die Grundvoraussetzung sind bequeme  Garten-Möbel, denn keine Dame will sich das schöne Kleid auf rostigen Stühlen ruinieren. Flecken und gezogene Fäden können mit guten Outdoor-Möbeln vermieden werden.

3. Wenn ich einen Tisch decke, ist es wichtig, ein Decor zu wählen, das auch für Wind geeignet ist und nicht bei jedem kleinsten Windstoß umfällt – das ist besonders bei Terrassen zu beachten. Dünne Leinensets und Servietten sowie dünne und sehr leichte Gläser sind hier eher zu vermeiden. Ich würde trotzdem nie ein Pool-Plastik-Glas verwenden – das ist zwar schwerer, dennoch hat richtiges Glas mehr Stil am Tisch. Tischsets aus Bast zum Beispiel sind sommerlich, pflegeleicht und haben eine edle Optik.

4. Es ist immer sehr charmant,  wenn man die Möglichkeit hat, auf dem Tisch Elemente aus dem Garten zu integrieren. Das verleiht dem ganzen Ambiente eine gewisse Authentizität. Für ein Provence-Dinner zum Beispiel würde es gut aussehen, wenn man frischen, aus dem Garten gepflückten Lavendel in einer netten Vase drapiert. Eine anregende Inspiration für jeden Tisch ist auch Valentinos Decor-Bibel »At the Emperor’s Table«, in der er verschiedenste Stilrichtungen miteinander mixt und das trotzdem fantastisch aussieht.
 

5. Ich bin jemand, der, wenn man gut darauf aufpasst,  auch antikes Decor für ein Outdoor-Setting verwendet. Das geht vom Silberbesteck bis zum Porzellan. Man muss sich auch nicht unbedingt auf ein System festlegen. Ich mixe gerne verschiedene Stilrichtungen am Tisch und probiere aus. Ich habe gerne zeigefreudige Muster für den Garten, denn die Emotion im Outdoor-Bereich ist eine völlig andere als indoor. Meine Favorites sind z. B. das Service »Balcon du Guadalquivir« von Hermès, das Zwiebelmuster von Meissen Porzellan oder das »Musselmalet« von Royal Copenhagen.

6. Natürlich ist bei einem Al-fresco-Setting  ein Schattenplatz bevorzugt. Hat man nicht die Möglichkeit eines Gartens oder einer Terrasse, kann man auch bei geöffneten Fenstern, der richtigen Musik und der passenden Dekoration Al-fresco-Feeling vermitteln. Hat man nur einen kleinen Garten, kann man Bänke anstatt Stühlen verwenden. Auf Bänken werden auch mehr Leute untergebracht.

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LIVING Nr. 04/2020

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LIVING Nr. 04/2020

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