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Nach Feng Shui einrichten: Die wichtigsten Regeln im Überblick

Vor über 3000 Jahren entwickelte sich Feng Shui in China. Die Harmonielehre soll zu mehr Wohlbefinden in den Räumen führen. In Zeiten einer Pandemie, wo die eigenen vier Wände enorm an Wichtigkeit gewonnen haben, könnte diese Philosophie wohl nicht treffender sein. LIVING gibt einen Überblick.

09 . März 2021

Feng Shui entstand aus der Naturphilosophie und ist mittlerweile ein Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die Lehre soll zu mehr Wohlbefinden führen und bedeutet übersetzt »Wind« und »Wasser«. Mit Feng Shui wird der eigene Lebensraum so gestaltet, dass die Energie Chi optimal fließen kann. Auch das Verhältnis von Yin und Yang, die fünf Elemente und das Bagua spielen dabei eine Rolle. 

Im Feng Shui als Einrichtungsstil geht es darum, das Chi ungehindert durch die Wohnräume strömen zu lassen. Zimmer, die nach Feng Shui gestaltet sind, strahlen eine positive Atmosphäre aus und ihren Bewohnern ein Gefühl von Schutz, Geborgenheit und Stärke geben.

Die grundlegenden Prinzipien

Im Feng Shui haben sich bisher mehrere Richtungen entwickelt. Die Grundlagen blieben allerdings immer gleich:

  • Das Chi

Es bezeichnet die Lebensenergie, die sich in allen Dingen befindet. Nur wenn das Chi ungehindert fließt, kann Harmonie entstehen. In Hinsicht auf die Einrichtung wird dies durch ein ausgewogenes Verhältnis von Formen, Farben und Materialien ermöglicht. 

  • Das Ying & Yang

Hierbei handelt es sich um die beiden Pole, zwischen denen sich das Chi bewegt. Das Yang steht für Aktivität und Härte, das Yin wiederum für Ruhe und Weichheit. Wer die Symbiose zwischen den beiden beim Einrichten anwendet, auf eine gute Balance zwischen geschwungenen und geradlinigen Formen sowie harten und weichen Materialien. 

  • Die fünf Elemente

Wasser, Feuer, Erde, Holz und Metall sind die fünf Elemente im Feng Shui, die alle in einem dynamischen Ausstauch miteinander stehen und sich gegenseitig positiv beeinflussen. Den Elementen sind Farben, Formen, Materialien sowie Himmelsrichtungen zugeordnet.

  • Das Bagua

Hierbei handelt es sich um ein Raster, das über den Grundriss einer Wohnung oder eines Hauses gelegt wird. Die Energiekette von Bagua besitzt die neun Lebensbereiche Familie, Partnerschaft, Freunde, Karriere, Kinder, Wissen, Reichtum, Ruhm und das Energiezentrum in der Mitte des Rasters. Bei der Anwendung gibt es zwei Methoden: das Drei-Türen-Bagua und das Kompass-Bagua. Während beim Drei-Türen-Bagua das Raster nach dem Eingangsbereich der Wohneinheit ausgerichtet wird, orientiert sich die Ausrichtung beim Kompass-Bagua nach den Himmelsrichtungen. Sobald man die entsprechenden Bereiche der Wohnung zugeordnet hat, kann die Ausstattung mit Formen, Farben und Materialien nach den Feng Shui Regeln erfolgen.

Do's and Dont's in den Räumen

In jedem Raum sollten unterschiedliche Aspekte beachtet werden. Hier eine kleine Anleitung, worauf es ankommt:

  • Schlafzimmer:

Im Raum der Ruhe sollten sanfte Farben verwendet werden. Das Bett steht dabei mit dem Kopfteil zur Wand. Spiegel und Elektrosmog gehören nicht ins Schlafzimmer, denn sie behindern den Schlaf. 

  • Home-Office:

Der Schreibtisch sollte nach Feng Shui seitlich zum Fenster positioniert werden. Der Ort unterstützt den Energiefluss und fördert die Konzentration. Sitzt man mit dem Rücken zur Wand und mit der Tür im Blick sorgt es für mehr Ruhe. 

  • Wohnzimmer:

Im wichtigsten Raum des Zimmers steht das Sofa nach Feng Shui idealerweise von der Tür abgewandt. Ecken und Winkel werden zudem mit Grünpflanzen geschmückt oder durch Lampen ausgeleuchtet. 

  • Kinderzimmer:

In drei Zonen sollte das Kinderzimmer unterteilt werden: eine aktive Zone zum Spielen, eine semi-aktive Zone zum Lernen und eine Ruhezone zum Schlafen. Helle Farbtöne sind im Kinderzimmer die optimale Wahl.

  • Küche:

Spüle und Herd sollte nicht direkt nebeneinander platziert sein, trennen Sie lieber die Elemente Feuer und Wasser. Ein Gasherd wäre empfehlenswert, da Induktionsherde starke Magnetfelder erzeugen. 

  • Badezimmer:

Der Fluss des Wassers ist in diesem Zimmer sehr wichtig. Dieser sollte nicht gestört oder blockiert werden. Bedeutet: Leitungen und Rohre sollten intakt gehalten und gepflegt werden, Toilettendeckel und Türen immer geschlossen sein.

  • Garten:

Auch der eigene Garten kann nach Feng Shui ausgerichtet werden. Hier fördert man den Fluss des Chi durch geschwungene Wege, fließende Übergänge und Ruheplätze. Wuchernde Pflanzen sollten zudem regelmäßig zurückgeschnitten werden.

Feng-Shui und Farben

Im Feng Shui spielen Farben eine wichtige Rolle, da sie die unterschiedlichsten Lebensbereiche unterstützen. Sie beeinflussen die Stimmung und die Authentizität eines Raumen, können den Geist anregen und ihn auch zur Ruhe kommen lassen. Den Bagua-Lebensbereichen werden folgende Farben zugeordnet:

Karriere: Blautöne
Ruhm: Rottöne, Rot
Wissen: Grüntöne mit roten Akzenten, Gelb- und Brauntöne
Reichtum: Grün- und Rottöne
Hilfreiche Freunde: Grau- und Silbertöne, Weiß und Gold
Partnerschaft: Gelbtöne, Weiß und Rosé

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