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Industriedesigner Georg Wanker über das Nummer Eins Tableware-Accessoir jedes Frühstückstisches und hippen Brunch-Hotspots.

05 . August 2018 - By Manfred Gram

An Symbolkraft mangelt es dem Ei nicht. Es gilt als Zeichen von Fruchtbarkeit, Quell des -Lebens, und auf einer metaphysischen Ebene steht es auch noch für den Sieg des Lebens über den Tod. So einem – im wahrsten Sinne – Lebensmittel will man bei Tisch eine schöne und würdige Inszenierung geben. Eine Idee, die übrigens schon etwas älter ist, denn bereits im alten Rom wurden Eierbecher verwendet. Das zeigen Wandmosaike, aber auch Funde in Pompeji. 

Allerdings: »Der funktionale Anspruch ist bei einem Eierbecher relativ gering. Das Ei muss gehalten werden und darf nicht davonrollen. Der Becher muss gut verstaut und gelagert werden -können«, analysiert Industrial Designer Georg Wanker. Enge Beschränkung auf die Funktion heißt auch, dass im gestalterischen Kreativprozess vieles mit Materialien und Formgebung probiert wird. Prämisse dabei: Das Ei muss reinpassen, wie, ist egal. »Wie jeder Topf seinen Deckel hat, findet jeder Mensch, sofern er sucht, sicher auch seinen Eierbecher«, witzelt Wanker übers Überangebot.

»Bei Eierbechern ist die Angebotsvielfalt enorm. Wobei die Grundfunktion sehr einfach ist und oft von simplen Modellen besser erfüllt wird.« 
Georg Wanker, Industrial Designer

Er hat aber auch recht. Egal, ob aus Kunststoff, Keramik, Gold, Silber, Beton, Kautschuk – den Küchenklassiker gibt es in allen erdenklichen Werkstoffen. Durchaus praktisch: »Will man repräsentieren und sich vielleicht bei Tisch über Kleinigkeiten und Details definieren, greift man zu einem Eierbecher, der nicht aus alltäglichem Material besteht. Ideal ist die Angebotsvielfalt vor allem dann, wenn man jemanden, der schon alles hat, kreativ beschenken will«, so Wanker, der selbst Retro-Eierbecher aus den 60er-Jahren zu Hause hat. »Sie sind aus Kunststoff, gut stapelbar und haben eine Ablage für Salz, Löffel und Schale.«

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