© Baxter Shop London

Kuschel-Interieur für kalte Tage

Die Cosiness hält Einzug – Fell & Co sind jetzt heiß begehrt. Von Polstern und Decken bis zu Überzügen: Wir präsentieren ein kuscheliges Round-up.

21 . November 2016

Cloudy

Wie auf Wolken gebettet mit dem »Bolotas Armchair«.
www.campanas.com.br

© Estudio Campana

Zum Kvadrat

Raf Simons mag es cosy und entwarf das Kissen »Argo« aus Mohair (Mitte).
www.kvadrat.dk

© Kvadrat

Elegante Kombination

Schaukelstuhl »Stingray« mit Lammfell und Nacken­rolle.
www.fredericia.com

© Fredericia Furniture

Wie viel muss ich für die Lichtplanung einkalkulieren?

JUNGEL-SCHMID: Bei einem Einfamilienhaus fängt es bei 30.000 Euro an – damit meine ich den Lieferpreis für die Beleuchtung. Plus 3000 bis 5000 für die Planung. Nach oben hin ist das natürlich offen.

PECKAL: Anders formuliert: Gutes Licht fürs Privathaus beginnt bei drei Prozent der Baukosten.

JUNGEL-SCHMID: Durch Licht kann ich mich einfach unterscheiden. Ein spezieller Boden ist natürlich auch etwas Schönes, aber Licht bringt mehr Benefit. Wobei man sagen muss, dass es natürlich um mehrere Lichtszenen geht, die man modellieren kann und sollte, nicht nur um eine einzige statische.

Uptown Chic

Midcentury-Sessel mit edlem Shearling-Bezug: »Larchmont Chair«.
www.kellywearstler.com

© Kelly Wearstler
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Tzou Lubroth haben ja in der WU-Mensa einen künstlichen Wald auf Glaspaneelen aufgezogen, dessen Licht den natürlichen Tagesverlauf simulieren soll …

TZOU: Das Ganze funktioniert mit einem LED-Band, einer Hintergrundbeleuchtung, und war eine Zusammenarbeit mit dem Künstler Markus Leitsch. Das Spektrum reicht vom kühlen Morgenlicht über die goldene Nachmittagssonne bis zur abgedunkelten Abendstimmung. Im Endeffekt kann die Wand fast mehr, als wir wollten. Denn eines ist auch klar: Je mehr Möglichkeiten die Technik bietet, desto mehr kann man auch »verpfuschen«. Man muss die Leute einschulen, wie sie die Steuerung via Tablet handhaben. Digitales Licht hat so gesehen auch Nachteile …

JUNGEL-SCHMID: Man kann das ja automatisieren beziehungsweise eine eigene Firma für die Steuerung engagieren, so haben wir das beim »Steirereck« gelöst.

PECKAL: Im Idealfall gibt es sechs bis sieben Stimmungen, und die sind vorprogrammiert, ansonsten versteht das am Ende des Tages kaum mehr jemand.

TZOU: Ich kann nur betonen: Das Interface muss verständlich sein, einfach funktionieren.

PECKAL: Die Abstimmung, das Finetuning, ist die große Herausforderung. Im Endeffekt macht das Finetuning den Unterschied, ob der Raum genial oder einfach nur gut aussieht. Leuchten mit intuitiver Software, durch die der Lichtstrom wie in der Natur skaliert werden kann, sind bei Artemide gerade ein großes Thema. Darüber hinaus ist Li-Fi – in Anlehnung an Wi-Fi –, also die Datenübertragung via Licht, ein spannendes Gebiet.

Aufgedeckt

Superweiche Auflage aus chinesischen Ziegenfellen: Plaid »Kline«.
www.minotti.com

© Enrico Cano

Wo stehen wir heute in Sachen LED?

JUNGEL-SCHMID:  Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem LEDs immer interessanter für den Häuslbauer werden. Zum einen werden sie günstiger und zum anderen gut dimmbar – für die Erzeugung von Lichtstimmungen das Um und Auf. Viele Hersteller haben auch früher schon behauptet, dass ihre Leuchtmittel das können, sie waren dann aber nur bis zehn Prozent dimmbar oder dabei unangenehm laut. Jetzt gibt es eine neue Generation von LEDs, wie zum Beispiel die »DimTone« von Philips.

TZOU: LED ist im Kommen, keine Frage. Noch ist es aber eher Dekoration. Einer Privatperson ist es meist wichtiger, wie der Leuchtkörper aussieht, als die Lichtwirkung an sich. Abgesehen davon kann Licht heute natürlich auch viel mehr als früher. Es geht nicht mehr nur um die Entscheidung, ob 40 oder 60 Watt, Birne reinschrauben, ein- und ausschalten.

PECKAL: Das Bauen wird dafür auch teurer.

Relax!

»The Tired Man« ist mit Schaffell bezogen und lädt zum Verweilen und Entspannen ein.
www.bylassen.com

© Anders Hviid

Das Beratungsunternehmen McKinsey prognostiziert, dass 2020 der weltweite LED-Anteil an den Branchenerlösen 60 Prozent ausmachen wird. Stimmen Sie dem zu?

JUNGEL-SCHMID: Nicht erst 2020 …

PECKAL: Artemide entwickelt seit 2010 keine einzige Leuchte mehr, die nicht mit LED funktioniert. Das sagt eigentlich eh schon alles.

Metamorphose

Halb Möbel, halb Tier: Sebastian Menschhorn lotet mit »Untamed« die Grenzen aus.
www.sebastianmenschhorn.com

© Klaus Fritsch

Und was ist mit der gehypten OLED-Technologie?

JUNGEL-SCHMID:  Das können Sie sich nicht leisten, OLED macht für einen speziellen Glasplatten-Tisch im High-End-Parfum-Store Sinn, aber nicht für zu Hause. Das OLED-Licht unterstützt auch nicht unseren Biorhythmus.

PECKAL: Meiner Meinung nach wird sich das in der Beleuchtung nicht durchsetzen, OLED macht an anderer Stelle mehr Sinn.

Ethno-Style

Stammesmasken dienten Architekt Marco Costanzi als Vorbild für seine »Velum«-Leuchten.
www.fendi.com

© Marco Costanzi/Maurizio Cavallasca

Aus Falstaff LIVING Nr. 04/2016

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