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Industriedesignerin Vera Wiedermann über das Nummer Eins Tableware-Accessoire der Vorweihnachtszeit.

21 . November 2018 - By Christoph Steiner

Werkzeuge zum Knacken von Nüssen gibt es bereits seit der Antike. Aristoteles, der auch so manch philosophische Nuss knackte, wird die Erfindung des ersten Nussknackers, der aus zwei Hebelarmen bestand, zugeschrieben. Davor benutzte man entweder Steine, Hammer oder – nicht ganz clever – die Zähne. Die Nussknacker, die oft Könige oder Soldaten darstellten, starteten im 18. Jahrhundert ihren Siegeszug – auch durch die Kinderzimmer, denn die Holzfiguren wurden gerne als Spielzeug verwendet. »Der Nussknacker, so wie er uns in Märchen oder der Kunst immer wieder unterkommt, ist ein sehr symbolträchtiges Produkt, das beinahe schon ins Skulpturale übergeht«, analysiert die Designerin Vera Wiedermann, die gerne erklärt, was dieser Küchen-Klassiker prinzipiell so alles können sollte. »Man muss bereits beim Entwurf entscheiden, ob man eher einen ästhetisch-dekorativen Gegenstand entwickelt oder die praktische Anwendung im Vordergrund steht.«

Für Vera Wiedermann läge dabei der Fokus auf der guten Anwendbarkeit mit allen Feinheiten. »Menschen mit großen oder kleinen Händen, mehr oder weniger Muskelkraft müssen damit beim Nussknacken erfolgreich sein«, umreißt sie ihren Zugang. Zum Erfolg führen dabei robuste Stoffe wie Metall und Stein, die mit hartem Holz kombiniert werden können, aber auch weiche Materialien wie Silikon oder Filz, die ergonomisch einiges verbessern. »Es ist nämlich kaum etwas ärgerlicher als Nusshälften, die in unzählige kleine Stücke zerbrechen – oder wenn zu viel Schale am Kern haften bleibt.« Das kann so ein Knackerlebnis nämlich durchaus trüben.

LIVING Nr. 04/2018

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LIVING Nr. 04/2018

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