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Gartentrend: So wird der Garten bienenfreundlich

Seit Jahren hören wir von Experten, dass ein erheblicher Rückgang der nützlichen Bestäuber zu sehen ist. Viele Arten sind gefährdet und vom Aussterben bedroht. Deshalb wird es immer wichtiger, den Bienen Raum zum Leben zu lassen. LIVING zeigt, wie das geht.

28 . Juni 2021

1. Verzichten Sie auf Pflanzenschutzmittel

Wildbienen sind auf eine intakte Umwelt angewiesen und reagieren höchst sensibel auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel. Pestizide schädigen aber auch andere Insekten, weshalb Sie lieber ganz darauf verzichten sollten.

Besser: Setzen Sie auf natürliche Maßnahmen. Ein gezielter Fruchtwechsel sowie Mischkultur können Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen schützen, auch organische Düngemittel wie Kompost, Stallmist oder Hornspäne sind erlaubt. 

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2. Werden Sie zur Kräuterhexe

Pfefferminze, Salbei, Lavendel, Thymian & Co.: Kräuter riechen nicht nur für uns Menschen gut, sondern ziehen auch Bienen, Schmetterlinge und Hummeln mit ihrem Duft an. Ein guter Grund, ein paar Kräuter im Garten oder auf dem Balkon selbst zu ziehen. Pluspunkt: Sie locken damit nicht nur Bienen an, sondern können mit den frischen Kräuter gleich Ihre Gerichte verfeinern und sparen sich den Weg in den Supermarkt.

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3. Vermeiden Sie gefüllte Blüten

Bei der Bepflanzung von Balkon und Garten sollten Sie auf jeden Fall auf ungefüllt blühende Zierpflanzen setzen. Gefüllte Blüten sind bei Hobbygärtnern zwar oft aufgrund ihrer Blütenpracht besonders beliebt, bieten den Bienen allerdings keine Pollen und oft auch keinen Nektar, den sie zum Überleben benötigen. Die üppigen Kronblätter verhindern nämlich, dass die hungrigen Insekten ins Innere der Blüte vordringen können.

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4. Wildsträucher als Bienenmagnet

Erklären Sie einen Teil Ihres Gartens zum Bienen-Hotel und erlauben Sie Wildblumen, Samen auszubilden und sich zu vermehren und lassen Sie so genannte Unkräuter aufkommen. Die Brennessel zum Beispiel versorgt das Bienenvolk bis Ende Oktober mit Pollen und Nektar. Auch bienenfreundliche Wildsträucher wie Felsenbirne, Schlehdorn, Weißdorn, Kornelkirsche, Holunder, Berberitze und Heckenrose eignen sich perfekt, um Bienen in Ihren Garten Willkommen zu heißen.

5. Erschaffen Sie Nisthilfen für Wildbienen

Da der Lebensraum der Wildbienen immer mehr schwindet, kann man sich überlegen, die wertvollen Tiere mit Nisthilfen beim Brüten zu unterstützen. Verwenden Sie beispielsweise eine freie Ecke im Garten, um dort Sandboden anzulegen, in dem Bienen ihr Nest bauen können. Streuen Sie dort etwas Bienen-Blumenmischung aus: spezielle Blumensaat, die dafür sorgt, dass die Vielfalt an bienenfreundlichen Blumen in Ihrem Garten vergrössert wird.

Wer Lust hat, kann sich auch selbst kreativ betätigen und einen Nistkasten für den Garten oder Balkon bauen. Die Insekten nehmen aber auch gerne eine gekaufte Nisthilfe an – die gibt es bereits in vielen Geschäften ganz einfach zu erwerben.

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