© Martin Riedmann

Der Garten ist ein Ort der Ruhe, aber auch der Geselligkeit. Und weil Public Viewing kein rein dem öffentlichen Raum vorbehaltenes Thema ist, zeigen wir Ihnen die besten Lösungen fürs Zuhause.

28 . Juni 2022 - By Moritz Weinstock

Es gibt viele verschiedene Lösungen, um im Garten Musik oder Filme zu genießen. Die einfachste ist wohl, den bereits vorhandenen Fernseher nach draußen zu stellen und portable Bluetooth-Speaker mitzunehmen. Zum Ausprobieren sicher ein probater Start. Ambitionierter wird es, wenn für den Außenbereich eine permanente Lösung gefunden werden soll. Spricht man mit Expert:innen wie ­Thomas Chuchlik von HeimkinoWelt, wird dabei schnell klar: Der Markt ist auf die ­Outdoor-Entertainment-Wünsche vorbe­reitet – und kennt nach oben keine Grenzen. Spitzenreiter sind derzeit wohl die faltbaren Riesenscreens der in Wien ansässigen Firma CSEED, die sich im Boden versenken lassen und mehrere Hunderttausend Euro kosten.

Der Einstieg in die Welt klangvoller Gartenmusik und erstklassigen Open-Air-­Kinos muss aber nicht erst dort beginnen. Grundsätzlich stehen zunächst zwei Fragen im Vordergrund: Standort und Technik. Wo ist Entertainment gewünscht und wie lässt es sich dort umsetzen? Getrennt voneinander lassen sie sich kaum betrachten, weil auch Geräte wie der Samsung Terrace, ausgewiesen als spritzwassergeschützt, nur bedingt ­witterungsbeständig sind. 

Für draußen gemacht Samsung hat mit dem »Terrace« einen Flatscreen im Angebot, der sich optimal für den Outdoorbereich eignet. samsung.com

© Samsung

Eine überdachte Terrasse, ein Garten- oder Poolhaus wären daher von Vorteil, wenn es um die Unterbringung der »Intelligenz« geht, wie sich Chuchlik ausdrückt. Lautsprecher hingegen können überall im Garten verteilt werden, weil Soundkabel mit entsprechender Isolierung für den Garten im Niederspannungs­bereich arbeiten und keine Gefahr für Menschen darstellen. Auch gibt es Geräte, die direkt am Pool für Musikgenuss sorgen, folglich jeder Witterung standhalten.

Anders sieht es jedoch mit der eben genannten Intelligenz aus, also jenen Teilen des Heimsystems, wo Datenkabel, Strom und Empfangs- bzw. Sendemodule angeschlossen werden. Womit wir wieder beim Fernseher sind, der jedoch ab einer gewissen Größe schnell vom Beamer abgelöst wird. Denn, so der Experte: »Alles, was über einer Bildschirmdiagonale von 75 Zoll liegt, macht einen so gewaltigen Preissprung, dass Beamer hier oft die bessere Lösung darstellen, um ein großes Bild zu ermöglichen.«

»Kunden wollen die Technik meist gar nicht sehen. Optik spielt daher eine untergeordnete Rolle im Gartenkino.« – Thomas Chuchlik, Geschäftsführer HeimkinoWelt

Oft sei es auch so, dass sich Kund:innen wünschten, Technik lieber gar nicht zu sehen. Ein fixer, wettergeschützter Standort macht dann gleich doppelt Sinn. Denn jeder größere Beamer wird per Luft und Ventilatoren ­gekühlt, jedoch zieht der Lichtkegel nachts Insekten an. Steht der Beamer im Freien, gibt es keinen Gerätekasten und kein Gartenhaus, aus dem projiziert werden kann, dann »macht es« der Beamer höchstens ein Jahr.

Die Folge? Geräte und Technik müssen laufend erneuert werden. Ein kostspieliges Unterfangen, nervig obendrein. Wer sich für ein Outdoor-Entertainment-System entscheidet, sollte also bestenfalls Profis zu Rate ziehen, in jedem Fall aber Logik walten lassen und die empfindlichsten Teile des Systems vor dem Wetter schützen.

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LIVING Nr. 04/2022
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