© Steve Passmore

Exotische Ziele wie die Bahamas oder Südafrika sind nicht nur für Reisen attraktiv, sie bieten auch exklusive Immobilien. Käufer sollten aber auf gewisse Kriterien achten.

31 . Januar 2019 - By Robert Prazak

Weshalb in die Ferne schweifen? Weil es dort außergewöhnliche Immobilien an einzigartigen Orten gibt. Das Angebot an Häusern an exotischen Zielen wie den Bahamas, Südafrika oder Uruguay ist groß, doch die wenigsten Makler in Österreich haben solche Objekte im Angebot. Der Grund dafür sind weniger rechtliche Bedenken oder die (teils hohen) Preise, sondern vielmehr eine gewisse Bequemlichkeit der österreichischen Käufer – die bleiben lieber in Europa, vor allem wegen der geografischen Nähe.

In der Ferne liegt das Glück

Dabei besteht kein Zweifel: Wer wirklich das Besondere sucht, muss in die Karibik, nach Südamerika, Afrika oder Asien schauen. Das Traumhaus am weißen Strand, das Penthouse mit Blick auf den Atlantik oder die Farm auf einem weitläufigen Grundstück sind eben nur in der Ferne zu finden. Zum Glück gibt es doch einige Makler, die auch an den exotischen Destinationen vertreten sind – so hat das deutsche Netzwerk Engel & Völkers vor Kurzem seinen ersten Wohnimmobilien-Shop auf den Bahamas eröffnet; es ist der zweite Standort in der Karibik neben den Cayman-Inseln. Die Bahamas sind als Ganzjahresdestination und wegen der einzigartigen Natur für Käufer besonders attraktiv, lautet die Begründung von Engel & Völkers. 

Tatsächlich gibt es eine große Auswahl an schönen Objekten – das nötige Kleingeld vorausgesetzt, denn die Bahamas sind generell keine billige Wahl. Dabei kaufen die Amerikaner gar nicht im großen Stil, denn die Steuervorteile für Ausländer gelten für sie dort nicht. Dafür schlagen Kanadier und immer öfter auch die Europäer zu. Gut zu wissen: Wer mindestens eine halbe Million US-Dollar in Immobilien steckt, bekommt beinahe immer ein unbeschränktes Aufenthaltsrecht. Und auf den Bahamas finden Käufer nicht nur vergleichsweise stabile politische Umstände, sondern auch steuerliche Vorteile – so gibt es keine Einkommen- und Kapitalertragsteuern.

Eigennutzung statt Investitionsobjekt

Sollte man aber ein Haus in der weiten Ferne kaufen, um damit Preissteigerungen zu erzielen? Das liegt den meisten Käufern fern, die solche Traumobjekte eher zur Eigennutzung erwerben. Das macht auch Sinn, denn die zukünftige Wertentwicklung ist in den meisten Fällen nicht wirklich abzuschätzen – dazu gibt es allzu viele Faktoren, etwa die touristische Entwicklung einer Region, die politische Lage oder die Nachfrage auf Kernmärkten potenzieller Käufer wie den USA oder China.
Ein gutes Beispiel für ein Land, das bisher wenig auf der Agenda österreichischer Käufer stand, sind die Turks- und Caicosinseln in der Karibik. Das Land gehört zum Überseegebiet des Vereinigten Königreichs; Königin Elisabeth II. ist daher das Staatsoberhaupt. Von Österreich sind die Inseln mit ihren (meist menschenleeren) Puderzucker-Stränden allerdings nicht ganz einfach zu erreichen.

Sollte man ein Haus in der Ferne kaufen, um eine Preissteigerung zu erzielen? Das liegt den meisten Käufern fern, die solche Traumobjekte eher zur Eigennutzung erwerben.

Stars kurbeln Immopreise an

Doch seitdem Prominente wie etwa einige Abordnungen des Kardashian-Clans dort Urlaub gemacht haben, sind die Turks & Caicos auch bei Immobilienkäufern bekannter geworden. Engel & Völkers hat dort beispielsweise die Triton-Villa mit sieben Schlafzimmern am Long Bay Beach auf Providenciales – der bekanntesten Insel der Region – im Angebot. Den Ausblick als atemberaubend zu beschreiben, wäre fast eine Untertreibung. Das gilt aber für die meisten Häuser an exotischen Plätzen.

Kaufempfehlungen

Worauf sollten Käufer beim Erwerb von Immobilien in fernen Ländern achten? Wir haben die wichtigsten Tipps recherchiert:

  • Gesetzliche Regelungen beachten: Jedes Land hat eigene Vorgaben, was den Kauf von Immobilien durch Ausländer betrifft – und die sind vielfach gar nicht mit jenen in der EU zu vergleichen. 
  • Sind alle rechtlichen Vorgaben, beispielsweise Baugenehmigungen, überprüft und ist das Objekt überhaupt legal erbaut worden?
  • Vorverträge sind in vielen Ländern bindend, das heißt, sie entsprechen verbindlichen Kaufverträgen.
  • Eine Besichtigung vor Ort ist unverzichtbar, niemals auf Fotos vertrauen. Nur so kann man sicher sein, dass das Objekt im gewünschten Zustand ist – und die unmittelbare Umgebung kann begutachtet werden. 
  • Eine Eintragung ins Grundbuch sollte möglichst rasch erfolgen. 
  • Was weiß man über den Verkäufer – hat er Schulden, verkauft er ähnliche Objekte?
  • Nebenkosten wie Gebühren sind von Land zu Land unterschiedlich. Sind alle diese 
  • Kosten bekannt?
  • Käufer sollten von Anfang an darauf achten, dass etwaige erbschaftsrechtliche Fragen nach dem Erwerb einer Immobilie im Ausland früh geklärt werden.
  • Seriöse Makler bieten eine Rundumbetreuung, die alle rechtlichen Hürden beiseite-räumen soll. Dann heißt es aber auf Gebühren für solche Leistungen achten.

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