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Die Designwelt richtet ihren Blick gerne nach Schweden, wenn es um neue Formensprachen im Interior geht. Zu Recht, wie diese Beispiele zeigen.

18 . September 2019 - By Sandra Keplinger

Synergien

Das schwedisch-französische Duo, bestehend aus Fredrik Färg und Emma Marga Blanche, verbindet nicht nur die Liebe zum Design, die beiden sind auch privat ein Paar. Im Sommer machten sie mit der Ausstellung »The Baker’s House«, für die Knäckebrot als Inspirationsquelle diente, von sich reden. Das mag auf den ersten Blick – nun ja – willkürlich erscheinen, ist jedoch eine Hommage an die Wurzeln der Französin. »Wir erzählen skulpturell die Geschichte meiner Familie, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine Knäckebrotfabrik in Stockholm führte.« Die Residenz oberhalb der ehemaligen Fabrik diente als Ausstellungsraum.

Der Designprozess von Färg & Blanche ist immer ein Gemeinschaftsprojekt, auch wenn die beiden sehr unterschiedliche Herangehensweisen haben: Blanche ist die Theoretikerin, die immer einen Plan und genauen Entwurf braucht, während Färg sich gerne direkt in die haptische Arbeit stürzt. Das Ergebnis dieser Synergien sind filigrane Objekte in nordischem Stil – natürlich mit einem Hauch französischer Eleganz.

Bunte Vielfalt

Der junge Skandinavier regt mit seinen kuriosen Skulpturen immer wieder die Vorstellungskraft an. Die Linienführung ist meist geschwungen und lebt von Bewegung – und sie erinnert ein bisschen an Objekte aus Salvador Dalís Gemälden. Grund genug für die Jury des Wettbewerbs der »Ung Svensk Form«, dem Designer einen Preis für sein futuristisches Werk »The Transfiguration of Lines« zu verleihen, mit dem er der Formensprache von organisch gewachsenen Materialien auf den Grund geht. Rob Curran studierte Angewandte Kunst an der HDK in Stenby und sammelte Erfahrungen bei Studios wie Sasha Sykes in Irland und Duke’s Cycle in Kanada. Seit 2017 stellt er seine Arbeiten regelmäßig in Schweden aus.

Seine Werkschau ist vielfältig: So findet man Lampen aus Naturholz, fein gehobelte Instrumente japanischen Ursprungs und Mechaniken für eine alternative Fortbewegung im Rollstuhl in seinem Portfolio. Sogar für Gardena design­te er schon Gartentools. Currans Potenzial scheint schier endlos, und man darf gespannt sein, wohin sein Weg als Designer noch führt.

LIVING Nr. 04/2019

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LIVING Nr. 04/2019

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