© Michael S Smith/Margaret Russell/Rizzoli

Dank Michael S Smith fühlten sich die Obamas im White House zuhause

Während seiner Amtszeit wollten sich der ehemalige US-Präsident Barack Obama und seine Familie im Weißen Haus wohlfühlen. Aus diesem Grund beauftragte seine Frau Michelle den in Kalifornien ansässigen Innenarchitekten Michael S Smith. Das Ergebnis zeigt der 56-Jährige nun in seinem neuen Buch.

28 . September 2020 - By Katrin Ofner

Im Vorwort des neuen Buches von Innenarchitekt Michael S Smith »Designing History: The Extraordinary Art & Style of the Obama White House«, das er zusammen mit Design-Journalistin und ehemaliger »Elle Decor«- und »Architectural Digest«-Editor-in-Chief, Margaret Russell, geschrieben hat, reflektiert niemand geringerer als Michelle Obama die Fähigkeiten des bekannten Interior-Designers. Und die ehemalige First Lady der USA weiß, wovon sie spricht. 

Während der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama beauftragte seine Frau Smith mit der Umgestaltung des Weißen Hauses, damit es sich mehr nach einem Zuhause anfühlt. Er sollte es kinderfreundlich, aber präsidial gestalten - mit Erfolg. 

»Sofort verstand er, dass wir eine junge Familie mit zwei kleinen Mädchen waren, die Crate & Barrel gegenüber antiken Anrichten bevorzugten«, schrieb Michelle Obama laut ersten Auszügen, die vom »People«-Magazin geteilt wurden. »Wir waren aber auch die Obamas, die ersten schwarzen Bewohner des Weißen Hauses.« 

»Ein Ort, wo meine Kinder spielen können«

Obwohl die First Lady in einem ihrer Bücher das Weiße Haus als »Büro« und »Museum« bezeichnete, erwähnte sie nun, dass es praktikabel eingerichtet werden musste, da ihre beiden Töchter, Sasha und Malia, erst sieben und zehn Jahre alt waren, als die Familie ihr temporäres Heim bezog.

»Ich wollte einen Raum, in dem sich unsere Mädchen mit ihren Polly Pockets und Stofftieren auf dem Boden ausbreiten, Freunde zu Popcorn und einem Film einladen und in den Hallen Ball spielen und nach draußen gehen konnten«, schreibt Obama im Vorwort.

Neben der neuen Beleuchtung im ganzen Haus integrierte Michael S Smith Kunstwerke und Erinnerungsstücke, die die Interessen der Obamas widerspiegelten. Das Wohnzimmer der Familie, das Smith in dem Buch zeigt, »schien mir immer besonders amerikanisch«. 

Im privaten Speisesaal fügte der Designer weitere persönliche Gegenstände hinzu, wie ein Paar von Muhammad Alis Boxhandschuhen, die mit »to Barack« signiert waren, gerahmte Notizen aus einer Rede von John F. Kennedy und eine von Senator Edward M. Kennedy gemalte Seelandschaft, wie die »Daily Mail« berichtet.

Ein Zufluchtsort

Das Familienwohnzimmer des Weißen Hauses im zweiten Stock wurde zu einer Art Spielzimmer für die Kinder des Paares, die »dort Tipis aufstellten und einige der Möbel kurzfristig auslagerten, um Übernachtungsparties mit ihren Freunden zu veranstalten«, schrieb Smith in seinem Buch.

Im Vorwort lobte die ehemalige First Lady Smith dafür, dass er dazu beigetragen hat, »die erhoffte Wärme und den Komfort ins Weiße Haus zu bringen«, und fügte hinzu, dass es »gemütliche« Sofas gab, auf denen die Familie mit ihren Hunden Bo und Sunny kuscheln konnten. Und auch Michelle hatten ihren eigenen Raum, »in dem ich mich in Jogginghosen verstecken und schlechtes Fernsehen schauen konnte«, wie sie verrät.

Laut Michelle Obama schaffte der Interior-Designer »einen Zufluchtsort, an dem unsere Familie einfach eine Familie sein konnte und unsere Mädchen zu jungen Frauen heranwuchsen.«

1,5 Millionen Dollar für die Renovierung

Gemäß »Daily Mail« habe die gesamte Renovierung und Umgestatlung des Weißen Hauses 1,5 Millionen US-Dollar gekostet. Die Obamas haben diese Summe aus eigener Tasche gezahlt. 

»Designing History: The Extraordinary Art & Style of the Obama White House«
Autoren: Michael S. Smith, Margaret Russell, Michelle Obama (Vorwort)
Publisher: Rizzoli
Preis: 52,50 Euro

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