© Katharina Zoubek

Aus den luxuriösen Häusern in den großen Städten dieser Welt ist der Concierge nicht ­mehr wegzudenken. Wer einmal die Vorteile dieser Dienstleistung genossen hat, will nicht mehr darauf verzichten. Und die Gründe dafür sind vielfältig – so wie die Aufgaben des Concierge.

23 . November 2020 - By Walter Senk

Concierges waren sie keine, die guten alten Hausmeister, wiewohl sie auch das Wort nicht hätten aussprechen können. Als verlängerter Arm des Eigentümers kümmerten sie sich um das Wohlergehen des Hauses. Die Mieterinnen und Mieter waren zweitrangig, der Ton manchmal etwas rüde. Irgendwo angesiedelt zwischen Gut und Böse, war der Hausmeister nicht nur für das Haus und die Ordnung, sondern auch für das Eintreiben des Mietzinses verantwortlich. Heute ist das anders, ganz anders: Aus dem ruppigen Hausmeister wurde ein Concierge.

Aufmerksam und diskret steht er in der Lobby luxuriöser Wohnhäuser bereit, um die kleinen Mühen des Alltags mit Sorgfalt zu übernehmen und den Bewohnern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Er empfängt Gäste und Professionisten, kontrolliert den Zugang zum Gebäude, übernimmt Post- und Paketlieferungen, übernimmt den Kontakt ­ zu Serviceanbietern aller Art und sorgt im Zuge regelmäßiger Kontrollrundgänge für Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung.

Damit ist der Concierge erster Ansprechpartner in sämtlichen Belangen. »Dieser Rundum-Service, der in New York und London seit jeher Tradition hat, ist auch in Wien angekommen«, wie es bei dem Projekt »The Ambassy« heißt.

Schnittstelle Concierge

»Ein Concierge ist die gute Seele eines Hauses und fungiert als Schnittstelle zwischen den Wohnungseigentümern und der Hausverwaltung«, so Maxim Zhiganov, der mit der WK Development diesen Service bereits bei drei Projekten anbietet. Im »Palais Kolin« ist der Empfangschef bereits aktiv, im »The Shore« und in den »Park Suites« ist er geplant: »Seine Aufgabe ist es, den Alltag zu erleichtern und hohen Wohnkomfort zu bieten.«

Der Concierge ist für alle da. Für die Bewohner, die ­seine Dienste oft in Anspruch nehmen, weil sie ständig zu Hause sind, aber auch für diejenigen, die viel auf Reisen sind und gerade wegen ihrer Abwesenheit seine Dienste benötigen. Doorman heißt die Funktion bei den Projekten »No10« und »Kayser« von JP Immobilien, der hier »eine durchaus wichtige Rolle zukommt. Er ist Concierge, Rezeptionist und auch helfende Hand für alle Haus­bewohner«, so Martin Müller, Gesellschafter bei JP Immobilien.

Auch die Community-Flächen werden vom Doorman betreut. Der Concierge gibt den Bewohnern das, was viel beschäftigten Leuten oft fehlt: Zeit. »Die Menschen wollen auch möglichst viel Zeit sparen, das heißt, alle Annehmlichkeiten und Einrichtungen, die den Alltag erleichtern und effizienter machen, sind große Assets«, meint Sascha Haimovici, Geschäftsführer von ivv Immobilien Verkauf und VermietungsGmbH.

Dass der Concierge einmal kurz die Wohnung saugt oder eine Reparatur übernimmt, das geht gar nicht – und ist auch nicht seine Aufgabe. »Er kümmert sich vielmehr darum, dass die richtigen Professio­nisten möglichst rasch organisiert werden und nimmt den Bewohnern die oft mühsame Koordination ab«, so Maxim Zhiganov.

Smarte, moderne Details und Features in den Wohnungen und natürlich ein Concierge-Service sind wesentlich, um die Käufer zu überzeugen.

Kein Projekt ohne Doorman

Im Luxussegment kommt man ohne Concierge gar nicht mehr aus. Seine Dienste stellen für die potenziellen Inte­ressenten ein wesentliches Kaufargument dar. Ohne Concierge ist im Luxussegment mittlerweile keine Käuferin oder Käufer zu finden. Christoph Stadlhuber, Geschäftsführer von Signa: »Smarte, moderne Details und Features wie BUS-Systeme, Pool am Dach, Kühlung, Parkplatz im Haus sowie edle Materi­a­lien und natürlich ein Concierge-Service sind wesentlich, um die Käufer zu überzeugen.«

Denn – und das ist ein weiterer Aspekt des Concierge – man zieht in sein neues Heim ein und hat sofort einen Ansprechpartner, der mit dem Haus vertraut ist. »Es geht um den Faktor Persönlichkeit und um eine Vertrauensperson im Haus«, meint Martin Müller. Da, im Gegensatz zu Hotels, die Kunden nicht ständig wechseln, entwickelt sich daher auch ein ganz besonderes Verhältnis zu den einzelnen Bewohnern. Der Concierge verleiht jedem Haus eine persönliche und zugleich besondere Note.

»Alle Annehmlichkeiten und Einrichtungen, die den Alltag erleichtern und effizienter machen, sind große Assets.«

Sascha Haimovici, GF ivv Immobilien

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