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Botswana erobert Herz und Seele im Flug. LIVING ging auf Spurensuche und erlebte die Exklusivität von zwei spektakulären Safari-Design-Camps, die unvergessliche Momente bescheren.

12 . September 2019 - By Angelika Rosam

Luxusurlaub im Löwenparadies

Wir befinden uns in Maun, Hauptstadt des North-West Districts Botswanas und wichtigster Ausgangspunkt für Safaris in das Okavangodelta. Ein Buschflieger bringt uns zu unserem ersten Quartier – dem »Duba Plains Camp«. Ein Ort, wo Herz und Geist die unendlichen Möglichkeiten des Wildlife erfahren und Design-Liebhaber mit Stil und Geschmack verwöhnt werden. Eingebettet in die Schönheit der Natur bewohnen wir ein spektakuläres Luxus-Zelt, dessen koloniales Interieur an die britische »Out of Africa«-Ära erinnert. Schön zu erkennen, dass sich das Land seiner natürlichen Schätze sehr bewusst ist und mit kleinen Lodges und Camps den sanften, ökologisch verträglichen Tourismus fördert. Selbst in Sachen Kulinarik und Service ist First-Class-Faktor angesagt. Dereck Joubert, Gründer der Institution Great Plains Conservation und Award-gekrönter Afrika-Filmemacher, der gemeinsam mit seiner Frau Beverly neben »Duba Plains« insgesamt zwölf Lodges in Afrika managt, sieht den unerwarteten Luxus-Service als sein Erfolgsrezept: »Kulinarische Überraschungen in der Wildnis und ein sehr persönlicher Service, der hier nicht erwartet wird, sorgen für Wow-Erlebnisse«, so Joubert zu LIVING. »Es gibt nichts Schöneres, als unseren Gästen die Einzigartigkeit Afrikas so näherzubringen und ihnen damit ein unvergessliches Erlebnis im Busch zu bescheren. Sie sehen, das wir für etwas stehen, dass sich realisieren lässt.«

Im Sanctuary Chief’s Camp ermöglichen über zehn luxuriös ausgestattete Pavillons den perfekten Ausblick in die Natur – Butler und Koch inklusive.

Auf den Spuren des Chief’s Camp

Sicher ist: Wohl kaum an einem Ort der Erde haben Sie die Möglichkeit, Natur so hautnah und auf so komfortable Art und Weise zu erleben. Wir fliegen weiter, hoch über der Savanne zu unserem zweiten und letzten Safari-Erlebnis auf dieser Reise durch Botswana. Das »Sanctuary Chief’s Camp« liegt an der nordwestlichen Ecke von Chief’s Island innerhalb des Moremi-Wildschutzgebiets.
In diesem Gebiet wurden erst vor Kurzem wieder die seltenen Spitzmaulnashörner sowie Breitmaulnashörner neu angesiedelt. Über zehn luxuriöse Pavillons sind so perfekt in die Natur integriert, dass Tiere vom Schlafzimmer aus beobachtet werden können. Das Haupthaus, ein idealer Platz, um den Tag mit Cocktails und Dinner ausklingen zu lassen, verwöhnt neben Lounge, Bar und Speisesaal auch mit einem kleinen Souvenirladen, einem Pizzadeck mit Pizzaofen, einer Bibliothek, Fitnesscenter, Kinderraum, einem Spa-Bereich sowie einem Swimmingpool. Wohl niemand Geringerer als Geoffrey Kent selbst, geboren in Sambia und Gründer des Luxus-Reise-Unternehmens Abercrombie & Kent sowie Erfinder des Chief’s Camp, weiß um die Faszination dieses Orts: »Das Erlebnis einer Safari kann man nicht in Worte fassen, man muss es erleben. Die Landschaften sind spektakulär, das Wildlife unglaublich. Aber das Beste ist, am Ende einer Safari mit einem kalten Drink um das Lagerfeuer zu sitzen und Geschichten mit Freunden auszutauschen. Das Leben ist dann um so viel bodenständiger als in der Zivilisation.« 

Wenn die Sonne in Botswana untergeht, die Hyänen und Löwen auf Beutefang gehen und die Rufe der Vögel langsam in der Dunkelheit verhallen, dann können wir die Sehnsucht Ernest Hemingways nachvollziehen, vor dem Lagerfeuer kauernd, die Zeilen für sein Buch »Die grünen Hügel Afrikas« verfassend: »Alles, was ich jetzt wollte, war, nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach.« So geht es uns auch.

LIVING Nr. 04/2019

Erschienen in:

LIVING Nr. 04/2019

Wer einmal die Natur Botswanas erlebt hat, wird sich verändern, heißt es. Botswana ist ein Land, in dem die Wüste grün, feucht und üppig sein kann. Kaum zu beschreiben ist das Erlebnis, mit einem Mokoro – einem schmalen Holzboot – fast lautlos durch die gewundenen Kanäle des Okavangodeltas dahinzugleiten. Das glasklare Wasser des Deltas schimmert unter dem Boot, ein Elefant watet raschelnd durch die hohen Pa­pyrusstauden, Nilpferde geben brüllende Geräusche aus der Ferne. Es ist die Ruhe und unglaubliche Magie dieses Moments, die begeistert und emotional gefangen nehmen. In diesem Augenblick erkennt man die Macht dieses Kontinents und warum gerade Botswana als Naturparadies Afrikas gilt. Wie klein und verloren man doch im Vergleich zu dieser erhabenen Wildnis ist. Ist man devot genug, um überhaupt hier sein ­zu dürfen?

Botswana gehört zu den luxuriösesten Reise-Destinationen der Welt. Man setzt auf eine gehobene Klientel, die bereit ist, in spektakuläre Naturerlebnisse zu investieren.

Genau in diesem Moment fragen wir uns, was Botswana mit Luxus oder Design zu tun hat. Geradezu vermessen ist diese Frage – und trotzdem gerechtfertigt. Denn Botswana gehört wohl zu den exklusivsten Urlaubs­destinationen, die dieser Erdball zu bieten hat. Hier wird Luxus-Tourismus in hohem Maße gefördert, und man präferiert zum Schutz der Natur eine gehobene Klientel, ­die bereit ist, in außergewöhnliche Natur-Expeditionen auch ordentlich zu investieren.

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