Falstaff Online 2022

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Wurde noch bis in die 1980er-Jahre die Fahne der kleinen Region Pomerol von nur ganz wenigen Château hochgehalten, allen voran Château Pétrus, haben sich in der Folgezeit einige Château aufgemacht, dem ungekrönten König der Region Pétrus die Stirn zu bieten. Einer dieser Kronprinzen ist ohne Frage Château Le Pin. Die Geschichte von Le Pin beginnt mit einem kleinen Weinberg 1924, aber den Startschuss für die rasante Fahrt in die Spitzengruppe von Pomerol ist verbunden mit dem Namen der Familie Thienpont, der auch das benachbarte und heute kaum weniger berühmte Vieux Château Certan gehört. Mit einem kleinen Erwerb von knapp einem weiteren Hektar Weinberge darf man Château Le Pin mit seinen insgesamt zwei Hektar Reben als die erste »Garagen-Winery« oder »Boutique-Winery« der Region betrachten. Diese Reben aber stehen auf einem begnadeten Terroir, jenem legendären kieshaltigen Lehmboden von Pomerol, der auf einem Kalksteinsockel ruht. Schwerpunkt ist hier natürlich der Merlot, der sich im Regelfall zu circa 92 Prozent in der Cuvée wiederfindet. Mit 30 Hektolitern pro Hektar liegen die Erträge sogar für Spitzenweine im untersten Bereich. Die malolaktische Gärung findet aufwendig bereits in den Barriques statt. Über den gesamten Prozess von der Traube bis zur kostbaren Flasche wacht Alexandre Thienpont, Cousin des stolzen Besitzers Jacques Thienpont. Gerade einmal 8.000 Flaschen werden pro Jahrgang erzeugt, das macht ihn zusammen mit Château Pétrus zum teuersten Merlot der Welt überhaupt, zugleich aber auch zu einem der begehrtesten Bordeaux, für den Liebhaber so gut wie jeden Preis bezahlen.

DETAILS

  • Kontaktperson: Jacques Thienpont
  • Produktions/Anbauweise: Konventionell
  • Anbaufläche (in Hektar): 3
  • Kellermeister: Alexandre Thienpont

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