Falstaff Online 2022

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Über 500 Jahre, bis zurück in das Jahr 1522, kann die Familie Philipponnat ihre Wurzeln im Weinbau der Champagne zurückverfolgen. Dokumente belegen, dass die Familie damals Wein an den Königshof in Paris geliefert hat. Das Champagnerhaus allerdings, wie man es heute kennt, hat seinen Ursprung im Jahr 1920 mit der Gründung eines entsprechenden Betriebs in Mareuil sur Ay durch Auguste und Pierre Philipponnat. Ein großer Coup gelang mit dem Erwerb der berühmten, erstklassigen Einzellage Clos des Goisses, von der bis heute der gleichnamige Prestigechampagner als Single-Vineyard-Champagner auf den Markt kommt. Leicht ist die Arbeit in dem gerade einmal 5,5 Hektar großen Weinberg nicht. Denn mit seinem steilen Neigungswinkel gehört er zu den beeindruckendsten Weinbergen der Champagne. Bei allem Bezug zur Tradition scheute man jedoch nicht vor Neuerungen zurück. So war Philipponnat das erste Champagnerhaus, das seine Flaschen mit der Assemblage, dem Jahrgang und der Angabe der Dosage versah. 1997 wurde das Haus zwar an die Chanoine Champagne verkauft, doch hat heute noch mit Charles Philipponnat ein Nachfahre der Familie das Sagen, und Expansion um jeden Preis ist seine Sache nicht. So werden heute gerade einmal 450.000 Flaschen Champagner erzeugt, im Vergleich zu den großen, bekannten Marken ist das extrem wenig. Dafür sind die Qualitäten überragend und genießen unter Kennern und Liebhabern einen exzellenten Ruf. 2004 wurde der Weinkeller auf den neuesten Stand gebracht. Ungefähr 20 Hektar Weinberge stehen heute im Ertrag, davon macht allein der »Clos des Goisses« ein Viertel aus. Eine malolaktische Gärung der Weine findet nur in Abhängigkeit der Beurteilung des Jahrgangs statt, für den »Clos des Goisses«, der längst Kultstatus genießt, wird sie grundsätzlich vermieden. Die Lagerung und Reifung der Weine findet teilweise in Eichenfudern statt, aber auch hier macht der »Clos des Goisses« eine Ausnahme: Er wird etwa zur Hälfte in kleinen, 228 Liter fassenden Eichenfässchen reif. Alle Champagner sind mit circa vier bis fünf Gramm dosiert, und die Dosierung findet sehr aufwendig ebenfalls in Fässern statt. Trotzdem sind die Champagner von Philipponnat nie technisch, sondern von einer klaren Charakteristik und der Handschrift des Hauses geprägt.

DETAILS

  • Produktions/Anbauweise: Konventionell
  • Anbaufläche (in Hektar): 20

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