Falstaff Online 2022

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Auch wenn die meisten Champagnerhäuser in einer so traditionsreichen Region wie der Champagne auf eine über viele Jahrzehnte, ja sogar Jahrhunderte zurückreichende Geschichte zurückblicken dürfen, Platz für ein Start-up gibt es immer noch, wenn man es so hoch engagiert beginnt und vorantreibt wie Bruno Paillard. Fremd war ihm die Champagne natürlich nicht, ist er doch Spross einer Familie, die seit 1704 im Auftrag der großen Champagnerhäuser Trauben oder Wein ein- und verkauft. Selbst Champagner erzeugt hat sie nicht, bis Bruno Paillard seine Liebe zu diesem Zweig entdeckte. 1981 gründet er im Alter von 27 Jahren sein eigenes Champagnerhaus, das zu den wenigen Betrieben gehört, bei denen der Namensgeber zugleich auch der Patron des Hauses ist. Das ist insofern historisch bedeutsam, weil es die erste Firmengründung der Champagne seit 100 Jahren war. Seine ersten Champagner erzeugte er mehr oder weniger in einem Schuppen. Sie sorgten allerdings derartig für Furore, dass der Name Paillard weltweit schnell als Geheimtipp gehandelt wurde. Das allein genügt ihm aber nicht. 1990 verlagert er die Produktion in eine eigene, hochmoderne Kellerei. Daneben kaufte er Parzellen an der Côte des Blancs, die ihn unabhängig von Traubenbauern machen und ihm eine noch größere und bessere Kontrolle über die Qualität einräumen sollten. Maßgeblich gewachsen ist die Produktion bis heute nicht, gerade einmal 500.000 Flaschen können hier jährlich erzeugt werden. Bruno Paillard gehört zu jenen Menschen, die begriffen haben, dass ein gesunder Boden bessere Qualitäten hervorbringt. Deshalb hat er peu à peu seine Parzellen auf ökologischen Weinbau umgestellt. Und diese Qualitäten ermöglichen ihm und seiner Tochter Alice, die mittlerweile mit dem gleichen Engagement das Unternehmen leitet wie der Vater, alle Champagner mit einer Dosage unter sechs Gramm pro Liter auf die Flasche zu bringen, das heißt seine »Bruts« sind eigentlich »Extra Bruts«, auch wenn das nicht auf dem Label steht.

DETAILS

  • Produktions/Anbauweise: Konventionell
  • Anbaufläche (in Hektar): 32

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