Das sagt der Falstaff

Es gehört zu den anstrengendsten und zugleich befriedigendsten Tätigkeiten, das eigene Potenzial zu erkennen und auszuschöpfen. Wie gut das gelingen kann, lässt sich exemplarisch im »Zeik« beobachten, das unauffällig im Erdgeschoss eines Wohnhauses gelegen ist. Hier hat sich Inhaber und Chefkoch Maurizio Oster selbstständig gemacht, was viel Kraft kostet: Oster kocht nicht nur, sondern bringt und erklärt die Gerichte auch selbst. Er kochte zuvor an diversen Hamburger Adressen, seinen Namen musste man sich damals noch nicht merken. Das könnte sich jetzt ändern. Unterstützt von Souschef Robin Bender legt Oster eine Küche vor, die staunen lässt. Schon der erste Teller des sechs- bis achtgängigen »Zeik-Mahls« kündigt an, was die Gäste erwartet. Eine zart auf Salz gegarte Fine de Claire kombiniert er mit gehackten Haselnüssen, Blaubeeren und Sülze von der Schweinshaxe – fabelhafte Aromen, die sich grandios verbinden! Das Zeug zum Signature Dish hat auch der präzise gedämpfte Kabeljau mit Sauerampfer und Sauce aus reduziertem, geräuchertem und mit Butter montiertem Selleriesaft. Innovativ dazu: die in Essig eingelegten Kohlrabinudeln, die einen Säurekick beisteuern. Osters Ansatz macht Spaß: Statt auf die klassischen Haute-Cuisine-Zutaten zu setzen, wählt er den kreativen Weg. Er verfremdet recht gewöhnliche Zutaten durch Fermentation und Umbettung so geschickt, dass sie in neuer Form erscheinen. So geht moderne Küche – und der lässige, trotzdem freundlich-kompetente Service mit Getränke- und Weinbegleitung durch Clemens Reich ist auch auf der Höhe der Zeit.

(Philipp Elsbrock, Sixpack, Falstaff Magazin 06/2018)

FACTS

Kategorie
Ethno/International
Votingcode
13165

AUSSTATTUNG

  • Gastgarten/Terrasse
  • Sonntags geöffnet
  • barrierefreie Toilette

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