Urlaub ist für Österreicher unverzichtbar 0 Kommentar(e)
Im Rahmen der Ferienmesse Wien präsentierte Ruefa nun zum zweiten Mal seine repräsentative Umfrage zu Reiseplänen, Urlaubsbudgets und Buchungsverhalten der österreichischen Bevölkerung. »Die Urlaubsreise ist im Lebensstil der Österreicher fest verankert, für die Mehrheit ist vor allem der Sommerurlaub unverzichtbar. Der Großteil der Befragten schätzen ihre persönliche wirtschaftliche Situation unverändert gut ein. Jeder Fünfte der Befragten plant 2012 öfter zu verreisen und will dafür mehr als im Vorjahr ausgeben«, fasst Martin Bachlechner, Vorstandsdirektor der Verkehrsbüro Group, die Ergebnisse zusammen. Für die Umfrage hat Karmasin Motivforschung im Auftrag von Ruefa im Dezember 2011 über 500 Österreicher zu ihren Urlaubsplänen 2012 befragt.
Rund ein Fünftel plant 2012 öfter zu verreisen
Die Urlaubslust der Österreicher bleibt ungebrochen, sie wird im laufenden Jahr sogar leicht steigen, zeigt die aktuelle Ruefa-Umfrage. Knapp drei Viertel (74 Prozent) der Bevölkerung planen eine Urlaubsreise, in den einkommensstarken Schichten sind es sogar 92 Prozent. Rund ein Fünftel (21 Prozent) plant dabei öfters Urlaub zu machen als im Vorjahr – insgesamt haben wirtschaftliche Bedenken also wenig Einfluss auf die Urlaubsentscheidung. Knapp zwei Drittel (63 Prozent) plant gleich oft zu verreisen wie 2011. Nur 13 Prozent wollen oder müssen ihre Urlaubsreisen einschränken. Der Sommerurlaub hat für die Österreicher einen besonders hohen Stellenwert: Auf keinen Fall möchten 55 Prozent auf den Urlaub im Sommer verzichten. Für immerhin 26 Prozent sind spontane Kurztrips zwischendurch – eine Städtereise oder ein erholsames Wellnesswochenende – Fixpunkte im Jahr. Der Winterurlaub ist hingegen für nur 13 Prozent unverzichtbar.
Sich was gönnen
Das wirtschaftlich unsichere Umfeld betrifft die Österreicher nicht direkt: immerhin schätzen die Hälfte der Befragten (50 Prozent) die eigene wirtschaftliche Situation als gut oder sehr gut ein, 38 Prozent als zufriedenstellend. Für 69 Prozent hat sich die Wirtschaftskrise nicht auf die persönliche Situation ausgewirkt. Entsprechend wird der Urlaub budgetiert: Rund ein Viertel der Umfrageteilnehmer (26 Prozent) wird 2012 für den Urlaub mehr als 2.000 Euro pro Person ausgeben (ohne Nebenkosten wie Essen, Souvenirs oder Ausflüge). 14 Prozent haben zwischen 1.500 und 2.000 Euro eingeplant, 18 Prozent zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Zwischen 500 und 1.000 Euro wollen 25 Prozent der Befragten ausgeben. Auch hat knapp ein Fünftel der Befragten vor, mehr für Urlaub auszugeben als im Vorjahr, rund 70 Prozent etwa gleich viel. »Die Österreicher haben Lust auf Luxus: Der Trend geht zu höherwertigen Reisen in gehobenen Hotels, der lang ersehnte Urlaub führt verstärkt in Ferndestinationen«, so die Meinungsforschungs-Expertin Helene Karmasin. Die meisten (59 Prozent der Befragten) wollen auf keinen Fall beim Hotel – vor allem bei der Hotelkategorie sowie der Verpflegung – sparen. Außerdem gehören Restaurantbesuche, Ausflüge und Unterhaltungsangebote vor Ort zu den »Must haves« für die Urlauber.
Beliebte Reiseziele und Urlaubsformen
Österreich liegt als beliebtestes Urlaubsland an der Spitze, 42 Prozent wollen Urlaub im Inland machen, gefolgt von Italien mit 21 Prozent, Spanien/Portugal mit insgesamt 14 Prozent, Deutschland/Schweiz mit insgesamt 12 Prozent sowie Kroatien mit 11 Prozent. Badeurlaub (39 %), Städtereisen (34 %) und Aktivurlaub (25 %) zählen zu den attraktivsten Urlaubsformen. Für Urlauber ab 50 Jahren verlagern sich die Interessen: für diese Gruppe sind neben Städte- und Badereisen vor allem Aktivurlaube (Wandern, Ski fahren, Outdoor), Studienreisen und Kreuzfahrten besonders attraktiv. Jüngere Menschen zwischen 20 und 30 Jahren bevorzugen Strandurlaube, Citytrips und Fernreisen.
Sicherheit geht vor
Das Thema Sicherheit hat den Tourismusmarkt nachhaltig beeinflusst. Dies zeigt die Umfrage, bei der die Sicherheit bei der Entscheidung für einen Urlaub an der Spitze steht. Hier ist eine deutliche Veränderung zum Umfrageergebnis 2011 zu verzeichnen, wo Sicherheit noch auf Platz vier nach den Kosten, dem Wetter/Klima und der Kultur der Entscheidungskriterien rangierte. »Das Sicherheitsdenken der Österreicher hat merklich zugenommen. Dieser Trend unterstreicht die Stärken des Reisebüros. Kunden profitieren von fachkundiger Beratung und rascher, unbürokratischer Hilfestellung, sollte vor Ort Hilfe nötig sein«, erklärt Martin Bachlechner.
Einen hohen Stellenwert bei der Reiseentscheidung haben zudem die landschaftliche Schönheit (65 Prozent) und der Erholungswert (62 Prozent). Die Möglichkeit, Neues zu entdecken und die Kultur spielen immerhin für die Hälfte eine Rolle, erst dann folgen Wetter/Klima und Kosten. 
Online-Bewertungen gewinnen an Bedeutung
Woher beziehen Urlauber ihre Informationen für die Urlaubsplanung? Für die Hälfte der Teilnehmer sind nach wie vor persönliche Empfehlungen und Reiseberichte von Freunden oder Bekannten sowie eigene Erfahrungen die wichtigste Informationsquelle. Für 38 Prozent sind Bewertungen auf Internet-Plattformen relevant, Tendenz steigend, je jünger die Urlauber sind. Reiseberichte in Zeitschriften, Reisekataloge und die Beratungen im Reisebüro werden ebenfalls als wichtige Entscheidungskriterien genannt. Der Trend, Reisen immer kurzfristiger innerhalb der letzten Woche bis maximal einen Monat vor Reiseantritt zu buchen, hat sich vor allem bei Kurzurlauben durchgesetzt. Bei längeren Urlauben buchen die Österreicher hingegen zwei bis drei Monate im Voraus.
Kreuzfahrten immer attraktiver
Kreuzfahrten schreiben ihre Erfolgsgeschichte fort. Knapp ein Fünftel der Teilnehmer hat bereits eine Seereise unternommen (insbesondere einkommensstärkere Personen), für 40 Prozent stellt die Kreuzfahrt eine attraktive Alternative zur Pauschalreise dar. Als positiv wird in erster Linie die Möglichkeit geschätzt, viele Destinationen in nur kurzer Zeit ohne Kofferpacken erreichen zu können. Neben der Reiseroute sind der Preis sowie die Qualität und Zahl der angebotenen Landgänge ausschlaggebend bei der Wahl einer See- oder Flusskreuzfahrt. Zudem wird auf dem »schwimmenden Hotel« das Unterhaltungs-, Wellness- und Sportprogramm geschätzt, ebenso ist die Bordsprache Deutsch für jeden zehnten ein zentrales Kriterium.
www.verkehrsbuero.com
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