FOTOS: Grüner Veltliner Grand Prix 2010 1 Kommentar(e)

Grand-Prix-Sieger 2010Alle FotosGrand-Prix-Sieger 2010

Reges Publikumsinteresse bei der Grüner Veltliner-Gala im Wiener Grand Hotel und viel Beifall für den Sieger Holzapfel.

Wie berichtet ging der Grand-Prix-Sieg diesmal in die Wachau, der Sieger heißt Karl Holzapfel und kommt aus Joching. Siegerwein ist der Grüne Veltliner Federspiel 2009 Achleiten. Der Gutshof mit dem Res­taurant Prandtauerhof ist für Liebhaber feiner ländlicher Küche ebenso eine Pflichtadresse wie für Freunde des Hochprozentigen, denn Karl Holzapfel gehört den besten Schnapsbrennern des Landes. Den zweiten Platz eroberte Josef Dockner aus Höbenbach im Kremstal. Vater Sepp und Junior Josef Dockner verstehen es, die positiven Eigen­schaf­ten ihrer Heimatregion optimal auf die Flasche zu bringen – so auch mit dem Grünen Veltliner Kremstal DAC Frauengrund, der sich feinwürzig und klar sortentypisch zeigte. Den dritten Rang belegte Ludwig Neumayer aus Inzersdorf ob der Traisen mit dem Grünen Veltliner Engelreich.

Schwieriger Jahrgang 2009
Es war generell kein einfaches Jahr für die niederösterreichischen Winzer, speziell im Weinviertel brachte kaltes und feuchtes Wetter während der Rebblüte eine geringe Befruchtung mit sich, ein Phänomen, das zu weniger Ertrag führt.
In anderen Veltliner-Hochburgen wie dem Krems­tal, Traisental, Kamptal und der Wachau sorgten starke Regenfälle Mitte September für Sorgenfalten, man musste rigoros selektionieren und bei der Veltliner-Ernte die nötige Geduld aufbringen. Vielerorts wurde die Sorte Riesling im Jahrgang 2009 schon vor den Veltlinern gelesen, was sehr selten vorkommt. Die teilweise spätere Lese führte dann zu einer höheren Zuckerkonzentration, was sich entweder durch eine größere Alkoholausbeute oder durch Restzucker in den Weinen ausdrückt.

»Falstaff Grüner Veltliner Grand Prix 2010«
Für den »Falstaff Grüner Veltliner Grand Prix 2010« war dies keine ganz optimale Ausgangsposition, da wir uns für diesen Bewerb auf Weine mit einem maximalen Alkoholwert von 13 Volumenprozent und einem Restzucker von bis zu vier Gramm festgelegt haben. Dies entspricht erfahrungsgemäß den Rahmenwerten eines klassischen Veltliners und gibt auch deutlich leichteren Weinen die Chance auf ein gutes ­Abschneiden bei der Blindverkostung. Für den Falstaff Grand Prix haben wir uns exakt an die amtlichen Prüfzeugnisse ­ge­halten. Wir können so garantieren, dass es sich im Finale der 100 besten Kandidaten ausschließlich um extratrockene Grüne Veltliner mit bis zu 13,0 Vol.-% Alkohol handelt.

>> Die besten Weine mit Verkostungsnotizen und Bewertungen

(von Peter Moser und Bernhard Degen)

Erstellungsdatum: 12.07.2010

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Reblaus 05.07.2010
Glückwunsch dem Karl! Ein sehr sympathischer Sieger mit großartigen Weinen. Höchst verdient!