Neuer Weingarten-Traktor wird mit Rebschnitt angetrieben 0 Kommentar(e)
Die Not hat Craig Fowles vom Marlborough-Weingut Grove Mill erfinderisch gemacht. Angesichts explodierender Diesel-Preise hat der Weinguts-Mitarbeiter an einem alternativen Antrieb für die Weingarten-Traktoren getüftelt. Nun ist ihm laut "Decanter" der Durchbruch gelungen: Die Traktoren der umweltbewussten Winzervereinigung werden zu einem großen Teil von Biomasse angetrieben, die sie selbst in den Weingärten generieren. Durch die Verwendung von Rebschnitt als Antriebsmittel konnten die Winzer bei ersten Versuchen drei Viertel an Diesel-Kosten einsparen. "Wenn man ein Weingut hat, bei dem die Traktoren rund sechs Stunden täglich in Betrieb sind, dann geht es um viel Treibstoff und somit um viel Geld", so Fowles zu decanter.com.
Die Zellstoffe aus dem Weingarten werden in einem so genannten "Gasification"-Prozess in Gas umgewandelt, welches wiederum zum weiteren Antrieb verwendet werden kann. Pro Jahr und Hektar soll durch die neue Technik die CO2-Bilanz des Weinguts um 0,35 Tonnen pro Hektar entlastet werden. Grove Mill war das erste Weingut der Welt, das als "klimaneutral" zertifiziert wurde. Der Grundgedanke dabei ist, dass die klimarelevanten Emissionen so weit wie möglich reduziert werden und man sich durch Investitionen in Klima-Projekte von der Last des unbedingt notwendigen Schadstoff-Ausstoßes freikaufen kann. In Österreich hat das Weingut Stift Klosterneuburg mit Jahresende 2009 bekannt gegeben, dass es das erste klimaneutrale Weingut des Landes sei.
(bed)
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