Das Falstaff-Glossar

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rassig

Wein mit kerniger Säure und markiger Pikanz.

Ráthay

Eine Neuzüchtung aus Klosterneuburg aus Blauburger x (Seyve Villard 18-402 x Blaufränkisch), benannt nach dem zweiten Direktor der Klosterneuburger Weinbauschule, Emmerich Ráthay (1845-1900). Die Sorte ist seit 2000 im österreichischen Qualitätsrebsortiment zugelassen und wird (vor allem von Bio-Winzern) wegen seiner Mehltauresistenz und Frostverträglichkeit geschätzt. Sie hat aber noch geringe Bedeutung.

rau

Herber Wein, mit übermäßigem Gehalt an Gerbstoff oder jugendlichen Tanninen, manchmal auch Effekt von Überschwefelung.

rauchig

An Rauch erinnernde Geruchs- und Geschmacksnote, die häufig bei Barrique-Weinen (neues Holz, starkes Toasting) vorkommt.

Rebblüte

Dient der geschlechtlichen Fortpflanzung. Es entwickelt sich daraus die Beerenfrucht (Traube). Blütezeit ist in Österreich meist im Juni.

Rebe

Die Rebe besteht aus dem oberirdischen Edelreis (europäische Qualitätssorte) und der Unterlagsrebe. Nur das einjährige Holz trägt Trauben. Besonders begehrt sind alte Reben, die wenig Ertrag aber hohe Qualität garantieren.

rebeln

Das Abbeeren (so der deutsche Ausdruck) bzw. Trennen der Beeren von den Stielen vor dem Pressen.

Rebkrankheiten

Durch Pilze (Oidium, Peronospora, Botrytis, roter Brenner, Esca), Viren (Kümmerwuchs, Blattrollkrankheit), Bakterien (Mauke), tierische Schädlinge (Reblaus, Heu- und Sauerwurm, Traubenwickler) oder Nährstoffmangel (Chlorose, Stiellähme) können verschiedenste Rebkrankheiten und deren Auswirkungen auftreten.

Reblaus

Phylloxera vastatrix. Ein Rebschädling, der sich von den Wurzeln aber auch von den Blättern der Weinrebe ernährt. Durch das Anbohren der Wurzeln von europäischen Edelreben kommt es zum Absterben des Weinstocks. In der zweiten Hälfte des19. Jahrhunderts wurde dadurch der gesamte europäische Weinbau stark geschädigt. Nur durch das Aufpfropfen der europäischen Edelreiser auf amerikanische, reblausresistente Unterlagsreben (Wurzeln) konnte eine totale Vernichtung des Weinbaus verhindert werden.

Reblausresistenz

Die Wurzeln der meisten Amerikanerreben sind gegen die Reblaus immun; deshalb werden diese für Unterlagsreben herangezogen.

Rebler

oft mit einer Quetsche bzw. Traubenmühle kombiniert

Rebschnitt

Bei diesem Winterschnitt erfolgt die Anpassung an die gewünschte Erziehungsform und hat damit Einfluss auf die spätere Qualität des Weines (Menge-Güte-Gesetz). Je nach Schnittform sprechen wird vom Zapfen (2 – 3 Augen), Strecker (4 – 5 Augen), Rute (6 – 8 Augen) oder Bogen (über 8 Augen).

Rebschule

Vervielfältigungs- und Veredelungsbetrieb für Weinreben um den Winzern Setzlinge zur Verfügung zu stellen.

Rebsorten
Rebsortenkunde

Lehre von den Rebsorten (Ampelographie)

Rebzüchtung

Vor allem durch Kreuzungen entstehen immer wieder Neuzüchtungen.

reduktiver Ausbau

Ein altes Reduktionsmittel ist Schwefel, heute wird oft auch mit Begasung gearbeitet.

Refraktometer

Lichtbrechungsinstrument zum Bestimmen des Zuckergehaltes in der Beere bzw. im Most.

reif

Wein, der eine gewisse Fülle bietet, ohne die Pikanz vermissen zu lassen; oft mit gelben (reifen) Früchten assoziiert.

Reife

Ein weitgefächerter Begriff, der sich auf mehrere Bereiche beziehen kann. Im Weinbau kennen wir die Holzreife und Traubenreife; wir sprechen von Reifestadien, der Vollreife bzw. physiologischen Reife, Überreife, aber auch Notreife. In der Kellerwirtschaft spricht man von Füllreife oder Flaschenreife bzw. der Reife eines Weines. In der Sommelierie ist die Trinkreife ein wichtiger Faktor.

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